Samstag, 25. Mai 2013

Freunde-immer für einander da, immer.


Mir sind die natürlich alle viel zu groß, aber sie riechen so gut nach ihm… worüber denke ich da nach?? Er ist genauso wie Chaz mein bester Freund! Jedoch stimmt es doch… Ich ging ins Bad und zog mich um. Mike hatte mir vorher noch eine neue Zahnbürste und eine Zahnputzbecher gegeben. Zahnpasta durfte ich von ihm nehmen. Halbschlafend putzte ich mir die Zähne und ging zurück zu Mike. Er hatte sein Bett gemacht, sodass ich mich nur noch reinlegen musste. „Soll ich heute Nacht im Wohnzimmer oder auf dem Boden pennen?“ fragte er mich. Ich schüttelte den Kopf. „Dein Bett ist groß genug.“ Sagte ich und deckte mich zu.

-Mikes Sicht—
Sie lag so friedlich da. Ich konnte nicht wiederstehen und griff nach meinem Block, ich malte erst ihren Umriss und irgendwann hatte ich alles gemalt. Sie sieht so süß aus. Sie ist so wunderschön und sie hat so viel durchgemacht…Was denke ich da nur? Sie ist meine beste Freundin, so wie Chaz mein bester Freund ist!
Aufeinmal überkommt auch mich die Müdigkeit und ich lege mich zu ihr ins Bett es ist schon nach 12 Uhr. Wie lange habe ich sie gemalt?! Egal. Ich bin jetzt so müde. Ich rieche ihren süßen Duft. Sie trägt doch gar kein Parfum. Dann riecht sie so gut…oder ihr Deo. Man sie bringt mich noch irgendwann um den Verstand…Dabei trägt sie doch meine Klamotten, die riechen doch nach mir? Aber das rieche ich schon gar nicht mehr…Schließlich schlafe ich auch ein.
-Samanthas Sicht-
Ich merkte nur wie Mike sich irgendwann zu mich legte. Ich roch seinen Duft. Ich zog ihn regelrecht in mich rein. Schon wieder diese Gedanken… Wieso denke ich solche Dinge?? Ich verstehe mich selbst nicht mehr. Ist es weil ich so verletzt im Moment bin? Jedoch war ich zu müde um weiterzudenken und schlief weiter. Als ich am nächsten Morgen wieder aufwachte, war es, weil ich husten musste. Mike wachte auch auf. Ich fand mich, mit dem Kopf auf seiner Brust und meinem Arm um ihn wieder. Ich schreckte auf und wir beide lösten uns ruckartig voneinander. „Ok…“ meinte ich nur. „Es… es ist ja kein Problem…wir kuscheln immer…“ meinte Mike bruchstückartig. Ich rutschte wieder an ihn ran. „Weißt du…es ist ja grade ein wenig unpassend, aber kann ich mit deinem DS spielen? Mir ist langweilig…“ sagte ich. Mike musste lachen. „Klar, hier.“ Er reichte ihn mir. „Aber nur wen ich auch was sehen kann.“ Fügte er hinzu. Ich versuchte eine geeignete Position zu finden, wo Mike auch was sehen kann. „Am…am  besten ist es, wenn du deinen Kopf auf meine Brust…legst.“ Meinte Mike brüchig. Es war ihm ein wenig peinlich das zu sagen, ich sah es ihm an. Ich legte mich auf seine Brust und zockte. Irgendwann wurde das auch langweilig. „Hey…kann ich vielleicht hier noch duschen?“ fragte ich. „Klar. Jetzt?“ fragte er. „Wenn es jetzt geht. Dann schon.“ Meinte ich. „Okay, warte ich hol dir eben Handtücher.“ Sagte Mike und kam nach kurzer Zeit mit ein paar Handtüchern zurück. Ich ging ins Bad und wollte mich grade ausziehen da klingelte es an der Tür. Mike machte auf und ich hörte die Stimmen meiner Eltern.

Frende-immer für einander da, immer.

Sofort fiel ich ihm um den Hals. Er war erst überrascht, umarmte mich dann aber. Ich weinte einfach. Mike ging mit mir ein Stückchen nach hinten, um die Tür zu schließen. Chaz kam aus Mikes Zimmer. Auch er umarmte mich still. So standen wir also da und die beiden wussten nicht einmal wieso. Im Prinzip weiß ich es nicht einmal selbst. Mein Vater schlägt mich, ignoriert mich. Ich bin ein nichts für ihn. Das wissen die beiden aber auch nicht. „Sam was ist passiert?“ fragte Mike mich leise. „Meine…meine Eltern…sie lassen sich scheiden…“ brachte ich grad noch hervor. Mikes Schwester Annie kam aus ihrem Zimmer. „Was ist los?“ fragte sie überrascht. „Ihre Eltern lassen sich scheiden.“ Meinte Mike und machte eine Handbewegung, dass sie gehen sollte. Sie ging wieder in ihr Zimmer. „Wollen wir vielleicht in mein Zimmer?“ fragte Mike weiter. Ich nickte nur. Ich ging wie in Trance in sein Zimmer. Wir setzten uns zu dritt auf sein Bett und ich weinte. „Ich…ich weiß nicht warum ich weine…ich sollte froh sein…“ meinte ich leise. Jetzt machten beide fragende Gesichter. „Ihr wisst nicht alles über mich…“ meinte ich nur. „Mein Vater…er schlägt mich, er ignoriert mich…Ich bin nichts für ihn… Er hasst mich…“ meinte ich. „Wie, er schlägt dich?“ fragte Chaz geschockt. Ich krempelte meine Ärmel und Hosenbeine hoch. Was zum Vorschein kam, war grausig. Blaue, grüne und Lila Flecken, aufgeplatzte Haut an einigen Stellen. Alles andere als schön und es war auch nicht schön zu ertragen. Mike und Chaz guckten geschockt auf die Blauen Flecke und Wunden. Dann erzählte ich ihnen die GANZE Geschichte. Die beiden unterbrachen mich nicht einmal. Sie hörten mir gespannt zu. Als ich fertig war weinte ich aufeinmal wieder. Und diesmal RICHTIG. Die beiden hatten Mühe mich ein wenig zu beruhigen. „Ich…ich will meine Eltern heute nicht mehr sehen, kann ich bei einem von euch pennen?“ fragte ich. Das war auch alles was ich herausbrachte. „Sorry, bei mir geht es heute nicht, wir kriegen gleich noch besuch.“ Meinte Chaz. Ich guckte hilflos zu Mike. „Klar, meine Eltern kommen erst am Wochenende wieder und meine Schwester geht heute Abend eh. Du kannst natürlich bei mir pennen.“ Meinte Mike und küsste meine Stirn. „Danke…“ meinte ich und kuschelte mich an ihn. Von der anderen Seite kuschelte sich Chaz gegen mich. Wir lagen eine Weile so. Ich weinte. Dann musste Chaz nach unten, weil seine Verwandtschaft da war. Mittlerweile war es halb sieben. „Ich frag mal meine Schwester, ob sie dir was zum Anziehen für heute Nacht geben kann…“ meinte Mike und wollte aufstehen. „Nein, du kannst mir einfach eine Jogginghose und ein T-Shirt oder einen Pulli von dir geben…“ meinte ich und hielt ihm am Arm fest. „Ok…willst du was essen?“ fragte Mike. Ich nickte. Wir gingen in die Küche und machten uns Pizza. Dann saßen wir auf seinem Bett, futterten Pizza und guckten 8 Mile. Mindestens zum 50sten mal. Ich war danach voll müde und es war auch schon 9 Uhr. Jedoch guckten wir dann noch Transformers. Ich war die ganze Zeit wach, aber als der Film vorbei war, überkam mich die Müdigkeit wieder. Es war ja auch schon 11 Uhr. „Willst du schlafen?“ fragte mich Mike. Schlaftrunken nickte ich. Er ging zu seinem Schrank und gab mir kurz darauf eine schwarze Jogginghose und eins seiner T-Shirts.

Freunde-immer für einander da, immer.

Jahrelang waren wir drei die besten Freunde. Mike, Chester und ich. Ich Samantha Petitious. Wenn Chaz (Chester) und ich uns gestritten haben, dann war Mike für mich da und wenn Mike und ich uns gestritten haben, war Chaz für mich da und im Endeffekt haben wir uns alle wieder vertragen. Man sieht uns nur zu dritt. Das könnte auch daran liegen, dass wir alle im selben Haus wohnen. Die Wohnung von Chaz‘ Familie ist ganz unten, ein Stockwerk darüber ist die Wohnung von mir und meiner Familie und ein Stockwerk darüber ist die Wohnung von Mikes Familie. Wir treffen uns immer bei einem in der Wohnung. Kommt darauf an, wo die Eltern grade weg sind oder wo wir alle alleine sind. Es ist nicht so leicht sich zwischen zwei Jungs zu behaupten, aber ich bin nicht so ein typisches Mädchen. Ich schminke mich nicht und trage auch nicht so Girly Kleidung. Meistens Baggy Pants oder Boyfriend Jeans mit XXL Pullis oder XXL T-Shirts. Ich bin mehr so der Hip-Hop Typ, so wie Mike. Chaz ist mehr so der Rock Typ. Wir lieben alle drei Linkin Park. Mike und ich können alle Raps auswendig und Chaz jedes andere Lyrics. Ich kann im Prinzip fast alle Lyrics auswendig, weil ich auch sehr gerne singe. Angeblich kann ich auch noch gut singen. Aber Rappen ist meine große Leidenschaft. Ich spiele Gitarre. Wir drei Spielen Gitarre. Mike spielt auch noch Keyboard und er bringt es mir ein wenig bei. Ich kann auch noch Schlagzeug. Aber das mache ich nur beiläufig. Manchmal sitzen wir alle drei in unseren Zimmern. Unsere Zimmer sind untereinander. Alle hören Linkin Park. Wir liegen auf unsren Betten und Simsen. Das ist einfach das schönste. Manchmal hört auch Chaz Metallica, ich Linkin Park und Mike Eminem. Das ist immer ein schöner Sound.
Heute sind wir bei Mike. Wir sitzen in seinem Zimmer. Ich auf seinem Bett, Chaz auf dem Boden und Mike macht was am Computer. Das läuft oft so ab. Mike nimmt einen Block und fängt an darauf zu malen. Er kann verdammt gut malen. Chaz kritzelt auch irgendetwas auf einem Blatt Papier. Er schreibt irgendwas. Mein Handy klingelt. „Mike mach mal leiser bitte.“ Sage ich nur und nehm ab. Ich wundere mich, dass aufeinmal das Geschrei meiner Eltern, die sich oben streiten aufgehört hat. „Hallo?“ frag ich in den Hörer. „Samantha, komm sofort nach unten, wir müssen etwas mit dir besprechen.“ Meine Mutter klingt streng, dennoch verheult. „Mum, sag mir doch wenigstens worum es geht.“ Meine ich. Schon hallt ein „SAMANTHA KOMM SOFORT RUNTER!“ von meinem Vater durch das gesamte Treppenhaus. Ich lege auf. „Sorry Jungs, ich komm nachher wieder…“ meine ich ganz verstört und gehe schnell nach unten. Mein Vater steht an der Tür. „Hab ich was gemacht?“ frage ich. Mein Vater schüttelt den Kopf. Meine Mutter steht mit verheultem Gesicht in der Küche. „Schatz, setz dich.“ Meint sie. Mein Vater wirkt aufgebracht. „Schatz, dein Vater un dich…wir lassen uns scheiden.“
Es traf mich wie ein Blitz. Ich saß steif auf dem Stuhl. Meine Mutter wollte was sagen, aber ich stand auf und rannte aus der Wohnung hoch zu Mike und Chaz. Ich klingelte sturm. Ein aufgebrachter Mike machte mir die Tür auf. Ich war am Weinen.