Donnerstag, 17. Juli 2014

Olivia Story - Ende



Gegen Robin stellten wir eine Anklage. Mama verbannte ihn aus ihrem und unseren Leben. Ich erzählte ihr auch von den Vorfällen seit Robin hier war. „Oh Olivia, es tut mir ja so leid...“ sagte Mama und legte mir ihre Hand auf die Schulter. „Ist ok, du konntest das ja nicht wissen.“ Versuchte ich sie zu beruhigen. „Nein, ich hätte das doch wenigstens sehen können...!“ erwiderte sie. „Nein Mama, hättest du nicht! Und jetzt entschuldige mich bitte, ich muss zu Alex.“ Sagte ich und machte mich auf den Weg zu meinem Freund.
Somit war alles geklärt. Wir lebten alle unser Leben weiter. Ein weiteres Schuljahr begann somit und alles wendete sich langsam wieder zum Guten...

Olivia Story - Kapitel 20



Am nächsten Morgen wurden wir wieder von Abby geweckt.
Es klopfte an unserer Tür. Wir hatten sie irgendwann in der Nacht wieder aufgeschlossen und uns auch wieder etwas angezogen. Abby öffnete sie. „Oh, wow...it’s pretty warm in here...!“ sagte sie überrascht und ging sofort zum Fenster um es zu öffnen. Es war immer noch ein wenig nass von gestern Nacht.
„What? How could that be? How could it be wet?“ sagte sie und wischte das Wasser weg. „Well, I don’t know. “ meinte ich. Da fiel mir die Ecke von dem Kondompäcken ins Auge. Sie lag noch auf meinem Nachttisch. Hektisch nahm ich sie in meine Hand und konnte nur hoffen, dass Abby sie nicht gesehen hatte. Unser „Privatleben“ geht sie nun wirklich nichts an. Wir machten uns fertig und gingen zu den anderen an den Frühstückstisch. Ich musste fast ununterbrochen gähnen. „It looks like there’s someone really tired.“ Meinte Mike. Ich lächelte verlegen. “Yes, I didn’t slept that much...” meinte ich. Mike lächelte mir zu und auch Abby. „So, you still wanna go shopping today?“ fragte sie. „Yes! I love shopping!“ antwortete ich sofort. Mike schaute auf Alex. “Well, Alex doesn’t look like he loves it.” Meinte er lächelnd. “Yeah, you know, She likes it so I have to deal with it. But I always hold her bags.” Meinte er lächelnd. “Like A Gentlemen.” Meinte Abby. Alex nickte grinsend.
Nach dem Frühstück hatten wir noch eine Stunde bis wir shoppen gehen würden. Ich zog mir erstmal etwas vernünftiges an. Ich entschied mich für mein Of Mice & Men Shirt, dazu die Hot Pants von gestern, ein rotes Karohemnd um die Hüfte und Bikerboots. Meine Sonnenbrille und meine kleine schwarze Umhängetasche durften natürlich nicht fehlen.
Dann fuhren wir in die Stadt. Das Kindermädchen passte solange auf Maggie, Larissa und John auf. Kinder kann man beim shoppen nicht so wirklich gebrauchen. Also machten wir eine ausgiebige Shoppingtour mit Frozen Yoghurt und Smoothies zwischendurch. Wie Alex es schon gesagt hatte trug er meine Taschen. Aber es waren viele kleine Taschen.
Das wichtigste kaufte ich mir aber am Zeitungskiosk. Das Kerrang! Magazine und das Rockbound Magazine. Darauf hatte ich so lange gewartet, da es die ja nicht in Deutschland gab. Ich wollte sie schon seit Jahren so gerne haben und jetzt hatte ich sie endlich.
Wieder zu Hause angekommen betrachtete ich meine Ausbeute an Klamotten und Schmuck erstmal genau: Einen Skater Skirt, fünf T-Shirts, zwei paar Hot Pants, eine ripped-skinny Jeans, einen Pulli, zwei Blusen, ein Karohemd, eine Kette, drei Armbänder, drei paar Ohrringe, zwei Tops und ein paar Vans.
Mama hatte mir ja extra Geld für die Reise gegeben, bzw. ich hatte Geld zu meinem Geburtstag bekommen, bzw. schon davor. Mein Geburtstag ist ja erst in ein paar Wochen. Und da ich dass ansonsten sowieso für nichts ausgeben würde außer shoppen in Deutschland, gab ich es jetzt einfach fürs shoppen in Amerika aus.
Ein paar Kosmetik Artikel hatte ich mir dann auch noch gekauft: eine Liedschattenpalette, einen Mascara, ein Deo, ein Duschgel, einen Eyeliner und einen Kayalstift.
Alex hatte mir ein schlichtes silbernes Armband gekauft.
Die restlichen vier Tage gingen wir jeden Tag an den Strand. Den Tag danach mussten wir wieder zurück nach Deutschland fliegen. Ich hatte die Nacht davor wirklich nur ganz wenig geschlafen. Deswegen schlief ich jetzt im Flugzeug ziemlich viel. Ansonsten hörte ich viel Musik und zockte auf meinem Handy oder Nintendo DS.
Am Flughafen warteten anstatt Mama, Papa und Jack auf mich. Jenny konnte nicht zum Flughafen kommen, aber wir würden gleich sofort zu ihr fahren.
Seit Marias Beerdigung, die übrigens sehr schlimm gewesen war, genauso für mich, als auch für Alex, Jenny und Mark, hatte ich sie nicht mehr gesehen, nicht einmal, als wir Alex von ihm zu Hause abgeholt hatten um zum Flughafen zu fahren.
Papa hielt ein Schild hoch mit der Aufschrift: „Best Daughter in the World and her beloved Boyfriend“. Als ich das las fiel ich Papa mit Tränen in den Augen um den Hals, danach umarmte ich auch noch Jack. Papa klopfte Alex auf die Schulter und Jack und Alex checkten sich ein.
Papa fuhr uns dann zu Jenny. Wir tranken dort Tee und zeigten Fotos und erzählten. Danach fuhr Papa Jack und mich nach Hause, da musste ich auch nochmal alles erzählen und zeigte Fotos.
Wir waren nun mitten in den Sommerferien und ich hatte keine Ahnung was ich machen sollte. Amerika war nun vorbei und ich war wieder zu Hause, da wo nichts so schön ist wie Kalifornien und die Erinnerungen zurückkommen.
Einige Wochen danach war dann mein Geburtstag. Ich bekam ja nichts mehr außer Kuchen, da ich dieses Jahr ja schon alles bekommen hatte, bevor wir nach Kalifornien geflogen waren.
Ich war jetzt in der zehnten Klasse. Noch dieses Jahr und dann zwei Jahre Abitur, dann war ich endlich fertig mit der Schule. Jack ging nun in die elfte Klasse, also musste er nur noch die zwei Jahre Abitur überstehen.
Alex ging ja nun auch wieder auf diese Schule. Im Unterricht passte ich am ersten Tag kaum auf. Meine Gedanken waren bei Maria, die nun nicht mehr neben mir saß, die nicht mehr mit mir in die selbe Klasse ging, die mich nicht mehr vom Unterricht abhielt, die nicht mehr die Lehrer in den Wahnsinn trieb, weil sie immer redete, Maria, die...die einfach nicht mehr da war...
„Olivia!“ flüsterte Alex mir mit Nachdruck entgegen. Ich kam wieder zurück in die Realität und sah auf. Herr Müller, den wir unglücklicherweise immer noch in hatten, sah mich fordernd an. „Ehm...Entschuldigung, können sie das nochmal wiederholen...?“ fragte ich verlegen und immer noch nicht ganz bei der Sache. „Frau Aprils, ich habe das Gefühl, dass sie nicht ganz bei der Sache sind und das schon gleich am ersten Tag des Schuljahres.“ Sagte er. Jetzt mussten wir ja mit „Frau...“ und „Herr...“ angesprochen werden. „Ja...ich denke nur grade an...ach egal...“ antwortete ich. „Ja sagen sie ruhig woran sie denken, dann können wir alle an ihren Gedanken teilhaben, die ja offensichtlich viel interessanter sein müssen, als der Unterricht.“ Sagte Herr Müller in demselben schnippischen Ton wie immer.
In mir kam es langsam hoch. „An Maria...“ sagte ich. Herr Müllers Gesichtsausdruck änderte sich schlagartig von bösartig zu betroffen. „Oh...eh...ja...es tut mir leid.“ Sagte er. Aber es war auch egal was er sagte, jetzt war es zu spät. Die Tränen liefen meine Wangen entlang und ich musste mir die Hand vor den Mund pressen, damit ich nicht laut schluchzte. Alle Augen waren auf mich gerichtet. Ich sprang ruckartig raus und rannte aus der Klasse und die Treppen runter. Ich hörte schritte hinter mir, aber ich rannte einfach aufs Mädchenklo und schloss mich in einer Kabine ein.
Glücklicherweise war niemand außer mir da. Ich weinte und wischte meine Tränen mit Klopapier weg. „Olivia?“ hörte ich jemanden fragen. Es hörte sich nach Emily an. Dann hörte ich Schritte die auf mich zukamen. „Olivia, machst du bitte die Kabine auf?“. Es war eindeutig Emily. Ich antwortete nicht und öffnete auch nicht die Kabine. „Olivia...bitte.“ sagte sie. Nach kurzem zögern öffnete ich sie dann doch und trat raus. Emily lächelte mir leicht gequält zu. „Olivia, Herrn Müller tut es wirklich Leid was er gesagt hat.“ Sagte sie. „Ach, der dumme Müller ist mir doch egal, es geht darum, dass sie nicht mehr da ist...Maria...“. Meine Stimmer versagt durch die Tränen. Emily umarmte mich aufeinmal einfach. Erst war ich überrascht, dann erwiderte ich die Umarmung und heulte einfach. „Ich vermisse sie so sehr...!“ schluchzte ich. „Das kann ich verstehen, ihr wart schließlich beste Freunde seit ihr denken konntet.“ Sagte Emily sanft. „Ja...Maria...“ flüsterte ich mit erstickter Stimme. Wir standen eine Weile so, dann lösten wir uns wieder. „Wollen wir zurück in die Klasse? Es ist schon fast Pause.“ Fragte Maria. Ich nickte und wischte nochmal an meinen Augen rum. Ich war einen letzten Blick in den Spiegel, dann gingen wir wieder hoch.
Als wir in die Klasse gingen sahen uns wieder alle an. Herr Müller saß auf seinem Lehrertisch. Ich setzte mich wortlos neben Alex und sah Herrn Müller mit meinem Todesblick, meinem „Du bist für mich gestorben“ Blick. Alex strich mir über den Arm.
Der Tag ging gar nicht schnell genug vorbei. Zu Hause war es aber die Krönung.
Ich war grad in der Küche. Robin kam zu mir und schloss die Tür. „Ok, weder deine Mutter, noch irgendeiner von deinen Geschwistern ist da...“ sagte er und kam mir immer näher. Ich wich zurück. Robin kam immer weiter auf mich zu, bis ich meinen Rücken schon an die Wand presste und er direkt vor mir stand. Er strich mir über die Haare. Ich drehte meinen Kopf weg. „Wie lange habe ich auf diesen Moment gewartet...“ flüsterte er und in seinen Augen konnte ich die Gier sehen. Er schob meinen Träger von meinem Top und meinem BH runter. Ich konnte mich nicht bewegen, ich war wie gelähmt. „GEH WEG!“ rief ich schließlich, aber er reagierte nicht darauf. Danach rief ich um Hilfe, auch wenn ich mir sicher war, genauso wie er, dass mich niemand hören würde. Er schob grade mein Top hoch, da riss jemand die Küchentür auf. Völlig überrascht drehte sich Robin um. Papa stand in der Tür und hinter ihm Mama, die völlig entsetzt war und mit weit aufgerissenen Augen auf Robin starrte. Im nächsten Moment stand Papa neben Robin und hatte ihm in Polizeigriff. Er hatte früher mal ein Praktikum bei der Polizei gemacht. „Cassadee, ruf die Polizei!“ sagte er. Robin wand sich in Papas Griff, aber er tat sich dabei ja nur weh. Nach wenigen Minuten traf die Polizei ein. „Hat er dir etwas getan?“ fragte mich eine Polizistin. „Nein...er war nur grad dabei mich auszuziehen.“ Meinte ich. Sie nickte und notierte sich etwas.

Montag, 14. Juli 2014

Olivia Story - Kapitel 19



Jetzt setzte unser Flugzeug grade zur Landung an. Die meiste Zeit hatte ich aber geschlafen, somit hatte ich nicht viel vom Flug mitbekommen. Wie jedes Mal war ich jedoch froh, dass wir wieder festen Boden unter unseren Füßen zu haben. Meine Großtante Abby und ihr Mann Mike warteten mit ihren drei Kindern John, Larissa und Maggie am Flughafen auf uns. Ich hatte sie in meinem Leben erst einmal getroffen und da war ich fünf. Also vor ca. zwölf Jahren. Es war ein wenig als wären sie Fremde, aber das ging auch schnell vorbei. Ich spürte, dass Alex sich ein wenig unbehaglich fühlte, aber jetzt kann ich es auch nicht mehr ändern. Wir fuhren zu ihnen nach Hause. Ich kümmerte mich natürlich erst mal um die Kinder, da ich Kinder ja über alles liebe. „Oh, you really don’t need to do that. I know that it’s not easy for you at home with two little siblings.“ meinte Abby. “Two? I have three little siblings and one big brother.” Entgegnete ich. “Three?” fragte Abby ganz überrascht. “Yes, Jack, my big brother, Jason, my little brother, Aubrey, my little sister and Hayley my little Sister.” Erklärte ich. “Oh, I didn’t know about Hayley. When we last met Aubrey wasn’t even born, so yeah, excuse me.” Sagte Abby lachend. “Yeah, no problem. Now you know.” Meinte ich.
Alex und ich hatten zusammen ein Zimmer und ein Bett. In dem lagen wir nun und kuschelten trotz der Hitze ein wenig. Ich hatte schon mein Nachtzeug an. Eine Stoffshorts und ein Top. Auch Alex hatte schon seine Boxershorts und ein T-Shirt an. Es klopfte an unserer Tür. „Yes, Please?“ Mike öffnete die Tür. „Hey, you want to sit at the fire with us?“ fragte er. Ich schaute Alex an. Er nickte. “Yeah, of course!” sagte ich dann und stand auf. Ich griff mir eine dünne Jacke und stülpte sie mir über, dann gingen wir zusammen nach draußen. Maggie war schon im Bett, Larissa und John waren noch wach. Wir grillten über dem Feuer Marshmallows und unterhielten uns.
Nach einiger Zeit waren dann auch John und Larissa ins Bett gegangen, sodass jetzt nur noch Mike, Abby, Alex und ich draußen saßen. Es wurde langsam kühler, was mich ehrlich gesagt wunderte, da wir hier schließlich in Kalifornien waren.
„Brauchst du deinen Pulli?“ fragte ich Alex. Er überlegte kurz. „Nein, du kannst ihn haben.“ Sagte er, zog ihn sich über den Kopf und gab ihn mir. Ich nahm ihn dankbar entgegen und zog ihn mir über den Kopf.
„If it’s too cold for you, we can go inside.“ Schlug Abby vor. “No, it’s ok, she has my pullover now and it’s not cold for me.” Sagte Alex. Das war das erste Mal, dass er das Wort ergriffen hatte. Sonst hatte er mich immer reden lassen, aber vielleicht hatte er sich ja endlich dran gewöhnt hier zu sein. „Well, okay then.“ Sagte Abby.
Als wir endlich ins Bett gingen war es schon weit nach Mitternacht. Wir hatten uns über alte Familiengeschichten, die ganzen Strapazen aus dem letzten Jahr und auch über Hayley unterhalten. Natürlich wollten sie auch alles über uns beide erfahren. Nachdem das dann aber alles geklärt war gingen wir dann ins Bett.
„Kannst du es glauben, dass wir hier sind...also in Amerika?“ fragte ich Alex, als wir versuchten einzuschlafen. „Naja...es kommt mir alles so unwirklich vor...“ meinte Alex. „Aber es ist trotzdem schön hier zu sein.“ Fügte er noch hinzu. „Ja...sehe ich auch so...“ meinte ich. Wir redeten noch ein wenig und schliefen dann schließlich.
Am nächsten Morgen...bzw. Mittag...wurden wir erst von der Sonne geweckt und dann nochmal on Abby. Es war schon viertel vor zwölf. „Get ready. Luch is at one.“ Sagte sie freundlich wie immer und zog die Gardienen auf. Ich ging also ins Bad.
Nach einer ausgiebigen Dusche ging es mir irgendwie besser, ich war nicht mehr so verschwitzt und mir war auch nicht mehr so warm.
Meine Haare band ich mir zu einem Dutt und ging dann wieder zurück in Alex‘ und mein Zimmer. Nachdem Alex auch fertig war hatten wir noch ein wenig Zeit, bis das Essen fertig war. Ich machte erstmal unser Bett und öffnete das Fenster. Die Sonne würde erst gegen Nachmittag auf unser Zimmer scheinen, jetzt war es also noch relativ kühl.
Unser Zimmer hat auch einen kleinen Balkon auf den wir uns jetzt begaben. Ich genoss die schöne Landschaft und machte auch ein paar Fotos mit der Kamera, die Papa mir schon vor Jahren geschenkt hatte, weil er gesehen hatte, dass ich immer viel mit seiner Kamera fotografiert hatte.
Seit einigen Jahren hatte ich kaum noch fotografiert.
Ich lehnte mich auf das Balkongeländer und ließ meinen Blick schweifen. Das Haus meiner Verwandten war wirklich nur einen Katzensprung vom Meer entfernt und wenn man seine Augen schloss und ganz genau hinhörte konnte man es sogar hören.
Dies tat ich auch. Nach einiger Zeit spürte ich, wie Alex mich von hinten umarmte. Ich schmiegte mich an ihn. „Weißt du...später würde ich wirklich gerne irgendwo am Meer wohnen. Am liebsten hier in Kalifornien, weil Deutschland einfach so langweilig ist...es ist so schön hier...“ sagte ich leise. „Ja, es wäre bestimmt sehr schön, aber wir könnten uns das niemals leisten...“ räumte Alex ein. Ich drehte meinen Kopf zu ihm. „Wir?“ fragte ich mit einem lächeln auf den Lippen. Er wurde ein bisschen rot. „Naja...also du weißt schon...wenn wir dann noch zusammen sind...“ meinte er verlegen und lächelte ebenfalls. Ich gab ihm einen Kuss und drehte danach meinen Kopf weder zurück. „Ja...das hoffe ich auch...also dass wir dann noch zusammen sind.“ Sagte ich nach einer Weile. Alex wollte grade noch etwas sagen, da unterbrach ich ihn. „Ok, wir sollten dann mal zu den anderen gehen es ist schon fast ein Uhr.“ Alex zögerte kurz, lies mich dann aber los und ging zusammen mit mir nach unten.
Ich roch Pommes. „We thought that you maybe wanna have something tasty.“ sagte Mike. Ich lächelte. “Yummy, fries! I love fries!” meinte ich lachend und setzte mich an den Tisch. „I mean, who doesn’t like fries?“ sagte Alex ebenfalls lächelnd und setzte sich neben mich.
Jason kam grad in die Küche getrottet und setze sich an den Tisch. Irgendwann erschienen auch Larissa und Maggie. Wir aßen.
„We thought, that we could go to the Beach after Lunch. Because you’ve never been at the pacific ocean you now.” Schlug Abby vor. Ich war sofort hellauf begeistert und auch auf Alex Gesicht konnte ich nichts anderes als freude erkennen. „Yes! I just told Alex that I love the ocean!“ meinte ich. Alex lächelte vor sich hin. “I don’t think that anyone would have a problem, when we would go there everyday.” Meinte Mike. Niemand erhob einspruch. “Well, maybe they wanna go shopping one day?” sagte Abby an mich gewandt. “Yes, yes, yes! I love shopping!” meinte ich mit einem leuchten in den Augen. „Ok, so today we are gonna go to the Beach, tomorrow we are gonna go shopping and the other days we are gonna go to the Beach?” fragte Mike. Abby nickte.
Nach dem Essen packten wir dann unsere Sachen und zogen uns schon mal um. Ich hatte über meinen Bikini den ich schon damals in London anhatte eine zerrissene und verwaschene Jeans Shorts und eine Cropped-Top angezogen. Das Bikinioberteil schien durch das weiße Oberteil, aber es sah eigentlich ganz schön aus. Ich zog mir noch meine Flip-Flops an und schaute nochmal in meiner Tasche, ob ich auch wirklich alles dabei hatte: Sonnencreme, Handy, Unterwäsche zum wechseln, Handtücher, Sonnenbrille, meine Kamera und eine Zeitschrift. Ich hatte alles dabei.
Wir gingen also zum Strand. Dort richteten wir uns erstmal ein. Ich cremte meine Arme und Beine, mein Dekolleté und meinen Bauch ein. „Schatz, kannst du mir den Rücken eincremen?“ fragte ich ganz lieb. „Klar.“ Meint Alex mit einem verführerischen Lächeln. Dann cremte er meinen Rücken ein. Danach setzte ich mich erst noch auf mein Handtuch. „Willst du dich nicht eincremen?“ fragte ich. „Naja...es doch nicht so wichtig...“ meinte er. „Schatz, creme dich ein, ich will nicht, dass du Hautkrebs bekommst.“ Sagte ich. Er zögerte. „Schatz...!“ meinte ich gespielt streng. „Naja gut...“ meinte er und cremte sich auch ein. „Soll ich dir mit deinem Rücken helfen?“ fragte ich. „Wärst du so lieb?“ fragte er lächelnd. Ich nahm die Sonnencreme. Dann cremte ich seinen Rücken ein und massierte ihn. „Mhm...hör bitte nicht auf...“ meinte er. „Nur, wenn du mich heute Abend auch massierst...“ meinte ich. „Oh, ich werde dich heute Abend verwöhnen...“ murmelte Alex und gab mir einen Kuss. „Ok, überzeugt.“ Sagte ich und massierte ihn weiter. Irgendwann gingen wir dann aber ins Wasser. Larissa und Maggie waren nicht mitgekommen, sie waren bei Freunden. Nach einer gefühlten Ewigkeit gingen wir  auch mal wieder raus. Ich lag in der Sonne und laß meine Zeitschrift.
Später gingen wir nochmal ins Wasser, danach zogen wir uns umständlich um und gingen wieder zurück nach Hause. Dort wusch ich das Salz aus meinen Haaren und setzte mich wieder aufs Bett. Ich laß die Zeitschrift zu Ende. Nach dem Abendessen gingen wir zurück auf unser Zimmer. „Und? Massierst du mich jetzt?“ fragte ich Alex mit einem Grinsen. Er grinste auch. „Dann zieh dein Shirt aus.“ Meinte er. Ich zog es mir also über den Kopf. „Kannst du meinen BH öffnen?“ fragte ich ihn. „Ich blamier mich nur.“ Meinte er grinsend. „Egal.“ Meinte ich und lachte. Nach einiger Zeit hatte er ihn dann offen. Ich zog ihn aus und legte mich auf den Bauch. „Willst du auch Lotion?“ fragte er. „Hast du denn welche?“ „Ich hatte gehofft du hast welche.“ Grinste er. „Ja, im Bad steht sie.“
Wir hatten übrigens ein eigenes Bad. Alex holte sie schnell. Als er wieder kam schloss er die Tür ab. „Nicht dass uns noch jemand stört.“ Meinte er lächelnd und kam zu mir zurück. Dann massierte er mich. Es war einfach nur so schön, ich habe dafür gar keine Worte. Irgendwann drehte ich mich auf den Rücken und zog Alex zu mir runter. „Heute Nacht stört uns niemand...“ flüsterte ich und sah ihm tief in seine braunen Augen. „Ich verstehe...“ meinte Alex und ein leichtes lächeln umspielte seine Lippen. „Zieh dein Shirt aus.“ Erteilte ich Anweisungen. Das ließ sich Alex nicht zweimal sagen. Schon bald waren wir ganz entkleidet.
Es war verdammt warm in unserem Zimmer, aber auf eine angenehme Weise. Die Fenster beschlugen sogar schon, aber das lag wahrscheinlich daran, da unser Zimmer erstens sehr klein ist und zweitens für diese Nacht kälte angekündigt wurde, somit war es draußen kalt und bei uns drinnen warm. „Bist du immer noch bereit dazu?“ flüsterte Alex mir zu. Er war sichtlich erregt. Ich nickte. Dann holte er ein Kondom hervor. Wir hatten zusammen die schönste Nacht meines bisherigen Lebens.
Schlafen taten wir vielleicht insgesamt zwei Stunden.
Ich war froh, dass wir gewartet hatten, das hatte das ganze umso schöner gemacht.

Freitag, 11. Juli 2014

Olivia Story - Kapitel 18



Am Abend saßen wir dann immer noch auf meinem Bett. Niemand konnte zu uns ins Zimmer, schließlich hatte ich ja abgeschlossen. „Sorry, aber ich habe grade das dringende Bedürfnis LAUTE Musik zu hören...“ meinte ich und griff nach meinen Kopfhörern. „Ich auch...“ meinte Alex und fischte sein Handy samt Kopfhörern aus seiner Tasche.
Auf einer Skala meiner Musiklautstärke von 1-10 hatte ich meine Musik ungefähr auf 9,5. Ich hörte Of Mice & Men. Mir war etwas hartes Momentan lieber. Ich schloss meine Augen und lehnte mich zurück, sodass ich jetzt in Alex armen lag. Er lag ganz normal auf meinen Kissen. Aus irgendeinem Grund konnte ich meinen Puls spüren. Also stimmte es doch, dass sich der Puls dem Beat der Musik anpasst. Außerdem konnte ich regelrecht spüren, wie heiß meine Wangen waren.
Wir lagen stundenlang da und hörten einfach Musik. Ich war zwar hundemüde, aber ich MUSSTE jetzt einfach laute Musik hören. Schlafen könnte ich vorerst sowieso nicht.
Alex hatte seinen Arm nach einiger Zeit von hinten um mich gelegt. Jetzt ging seine Atmung ruhig und gleichmäßig, das konnte ich spüren. Nach einer ziemlich langen Zeit bereitete mir die Musik nur noch Kopfschmerzen. Zuerst schaltete ich sie nur leiser, dann ganz aus. Trotz der lauten Musik schien Alex zu schlafen. Ich konnte sie klar und deutlich hören. Es war Linkin Park. Musik konnte ich im Moment erstmal nicht mehr ertragen. Also beschloss ich Alex aufzuwecken, es wäre ja auch bequemer für ihn, richtig im Bett zu liegen und zu schlafen. Also strich ich ihm über die Wange. Davon wachte er auf. Er erschrak sich erst einmal wegen der lauten Musik und stellte sie ziemlich leise. „Hm...was ist?“ fragte Alex. „Ich habe mir gedacht, dass wir vielleicht schlafen gehen sollten...also vernünftig.“ Antwortete ich. „Wie spät ist es denn?“ fragte er weiter. „Gute Frage um ehrlich zu sein...“ murmelte ich und drehte mich umständlich zu meinem Wecker um. „Viertel vor zwei.“ Sagte ich dann aber. Alex stöhnte nur. „Ja, du hast recht...“ meinte er dann. Also machten wir uns fertig. Viele Worte wechselten wir nicht. „Können wir vielleicht das Fenster aufmachen? Es ist so warm hier drinnen.“ Bat Alex. „Klar.“ Meinte ich nur und öffnete es. Mir war eigentlich nicht warm, aber egal, dafür gibt es ja Decken.
Wir legten uns ins Bett. Mir fielen schon bald die Augen zu, was mit Alex passierte, wusste ich nicht, ich war ja nicht mehr wach.
Am nächsten Morgen wurden wir durch ein Klopfen an meiner Tür geweckt. „Olivia? Warum hast du abgeschlossen?“ hörte ich meine Mutter fragen. Ich musste erst einmal nachdenken, was passiert war und warum Alex neben mir lag. Dann fiel es mir wieder ein. Ich schlurfte zur Tür und schloss sie auf. „Weiß nicht, muss wohl ein Versehen gewesen sein...“ log ich. Mama glaubte es mir anscheinend. „Na gut. Dann macht euch mal fertig, in einer halben Stunde gibt es Frühstück.“ Sagte sie und ging wieder. Ich nahm mir aus meinem Schrank einen schwarzen Sweater mit der pinken Aufschrift „I’m a kitty cat.“ Und darunter einen Katzenkopf. Dazu noch die Of Mice & Men Leggins und natürlich Unterwäsche und Socken. Nach einer viertel Stunde im Bad und frisch gewaschenen Haaren ging ich zurück in meine Zimmer.
Meine Haare sind schon wieder ein ganzes Stück gewachsen. Sie gehen mir schon fast bis zu den Schultern. Ich trug sie jetzt auch wieder mit Seitenscheitel, zum Stylen waren sie eindeutig zu lang. Meine Haare wachsen erstaunlich schnell muss ich sagen. Andere Mädchen wären froh, wenn ihre Haare so schnell wachsen würden. Ich trauerte meinen kurzen Haaren dann aber doch ein wenig hinterher. Jedoch würde ich sie nicht nochmal kurz schneiden lassen.
Alex ging auch ins Badezimmer und kam mit Einfachem Blauen T-Shirt und einer schwarzen Jogginghose wieder raus. Auch seine Haare waren Nass und er roch so gut. In der Zeit wo Alex im Bad war hatte ich meine Haare nur zu einem kleinen Pferdeschwanz gebunden. Bevor wir nach unten gingen umarmte ich Alex noch einmal und vergrub mein Gesicht an seinem Pulli. „Du riechst so gut...“ murmelte ich. Er fuhr mir durch die Haare. Dann gingen wir aber nach unten. Grade als wir beim Essen waren klingelte es an der Tür. Da ich grade sowieso in die Küche gehen wollte um mir eine Serviette zu holen ging ich.
Erneut konnte ich meinen Augen nicht trauen. Es war Papa. Ich fiel ihm einfach um den Hals. Die letzten Monate hatte ich ihn so enorm vermisst. Mama kam zu uns. „Was machst du denn hier?“ fragte sie überrascht. „Jack hat mir geschrieben was passiert ist.“ Meinte er. „Das erklärt nicht, warum du hier bist.“ Bemerkte meine Mutter spitz. „Also bitte...ich habe mir gedacht, dass ich deswegen rüber komme.“ Fuhr Papa fort. „Wieso?!“ fragte Mama.
„Dad!“ rief aufeinmal Jack hinter mir. Auch er umarmte ihn. Erst jetzt fiel mir auf, wie sehr auch Jack unseren Vater vermisst haben muss. „Danke, dass du da bist.“ Sagte Jack. Mama atmete tief durch. „Ok, dann komm eben rein. Wir frühstücken grade.“ Erklärte Mama sich bereit. Dann gingen wir zurück zu den anderen. Auf Alex Gesicht erschien ein lächeln, als er meinen Vater sah, denn er mochte ihn immer sehr. Er war für ihn immer besser als sein eigener Vater gewesen.
Ole sah auf. Erst konnte man für einen kurzen Moment sehen, dass er aus der Fassung gebracht worden war, dann war aber alles wieder verschwunden. „Hallo Tom.“ Sagte er. „Möchtest du einen Kaffee?“ fragte er. „Wenn es keine Umstände macht.“ Antwortete Papa und schaute dabei zu Mama. „Ach quatsch, das doch nicht. Jason, holst du deinem Vater bitte eine Tasse?“ sagte er zu Jason. Jason zögerte erst einen Moment, dann setzte er sich aber in Bewegung. „Unglaublich, dass Jason springt, wenn Ole was sagt...“ flüsterte ich kaum hörbar zu Alex. Dieser sah mich nur an und widmete sich dann wieder seinem Brötchen.
Hayley schlief noch und Aubrey übernachtete heute bei einer Freundin, von daher konnten die beiden noch nichts von Papa mitbekommen. Aber sie sind ja sowieso jedes zweite Wochenende bei ihm. Jack und ich hatten ihn seit Mamas und seiner Scheidung erst ein paarmal gesehen und Jason schon ein paarmal mehr. Jeden Monat ein bis zwei Mal. In den letzten beiden Monaten hatte ich ihn jedenfalls nicht gesehen.
Ich nahm mir eine Scheibe Kinderwurst und packte sie lustlos auf mein Brötchen und biss rein. Jason kam mir einer Tasse wieder und gab sie Ole. Dieser goss Papa eine Tasse Kaffee ein. „Zucker oder Milch?“ fragte er. „Zucker, zwei Stücken.“ Antwortete Papa.  Beim Frühstück sagte dann niemand mehr etwas.
Später saßen Alex und ich zusammen mit Papa im Wohnzimmer und erzählten eine Weile miteinander. Dann kam Jack noch und wir beide gingen. Ich konnte mir gut vorstellen, dass Jack mal wieder etwas Zeit mit Papa verbringen wollen würde.
Alex und ich waren in meinem Zimmer. Ich lag ausgestreckt auf meinem Bett und Alex saß an mein Bett gelehnt auf dem Boden. „Weißt du...jetzt ganz weit weg sein wäre schön...“ sagte ich. „Ja...“ meinte Alex nur und schien mit seinen Gedanken an einen ganz anderen Ort zu wandern. „Ich meine...ich war ja erst weg...aber ich bräuchte ernsthaft mal richtigen Abstand von dem allen hier...“ fügte er sehnsüchtig hinzu. „Wie wäre es mit Amerika?“ fragte ich. „Wäre das weit genug weg?“ Alex drehte sich zu mir. „Wie meinst du das?“ stellte er als Gegenfrage. „Naja...wir haben doch jetzt Sommerferien...und ich hab dir doch mal von meinen Verwandten in Kalifornien erzählt oder? Ich bin mir sicher, dass wir zu denen kommen könnten. Mein Vater hat immer erzählt, dass wir immer zu ihnen kommen könnten...“ meinte ich und verschränkte meine Arme hinter meinem Kopf. „Aber ist das nicht ein bisschen teuer...?“ fragte Alex. „Naja, wir haben doch bald Geburtstag...“ meinte ich. „Ja, aber trotzdem...der England Aufenthalt war schon so teuer...“ meinte Alex.
Ja...aber da wo Maria nicht mehr da ist...Nein! So darf ich nicht denken...!
Ich schwieg. „Aber eigentlich hast du ja recht...“ meinte Alex irgendwann. „Wir könnten uns auch noch für ein, zwei Wochen Ferienjobs suchen...ich könnte Babysitten und du...keine Ahnung...Bestimmt kannst du irgendwo als Kellner aushelfen...“ meinte ich. „Ja schon...Aber vielleicht kann ich es mir ja doch wünschen...“ meinte Alex. „Weißt du was? Meine Verwandten sind ziemlich wohlhabend...ich meine schließlich leben sie in Kalifornien...und ich bin mir sicher, dass sie einen Teil der Kosten übernehmen würden.“ Meinte ich. „Was? Nein! Das geht doch nicht.“ Meinte Alex. Ich drehte mich auf den Bauch und nahm sein Gesicht in meine Hände. „Ich weiß, dass hört sich doof an, ich meine du kennst sie nicht mal, ich ja auch kaum, aber sie würden das bestimmt gerne machen und uns würde das doch auch zu gute kommen.“ Sagte ich. „Ist schon klar...aber das kommt so rüber als ob ich dich und vor allem deine Verwandten ausnutzen würde...“ meinte er. „Ja, es klingt vielleicht so, aber es ist nicht so!“ sagte ich. „Mhm...Naja...wenn du es sagst...Aber ich tue es nur für dich!“ meinte er dann doch. Ich gab ihm einen Kuss. Wir hatten uns bis jetzt gar nicht wieder geküsst.
Danach klärten wir alles mit meiner Mutter und auch mit meinen Verwandten in Amerika. Alles klappte! In zwei Wochen würden wir dann losfahren bzw. -fliegen. Meine Großtante und ihr Mann würden dann einen Teil der kosten übernehmen.
An den meisten Tagen schließ Alex bei mir, allein schon wegen Robin, aber der hielt sich in der Zeit überraschenderweise etwas zurück.
Jack würde nicht mitkommen, er wollte zu Hause bleiben und etwas mehr Zeit mit Dad verbringen. Auch hatte er angekündigt bald auszuziehen. Ich wollte das zwar nicht, aber es geht ja nicht um mich. Jason würde dann Jacks Zimmer bekommen und Aubrey dann Jasons.
Aber wie dem auch sei.