Donnerstag, 8. August 2013

Wintergesi ;)



„Ich hab dir was mitgebracht…“ meinte er und wühlte in seiner Tasche. Zum Vorschein kam etwas mit einer komischen Form und in Zeitungspapier gewickelt. Oben war es rund und unten wurde es eckig und immer breiter, trotzdem war es ziemlich klein. Man kann es also hinstellen. Er gab es mir. Ich machte das Zeitungspapier vorsichtig weg und dann kam etwas Wunderschönes zum Vorschein. Es war eine Schneekugel mit dem schiefen Turm von Pisa. Der Schnee darin bestand zur Hälfte aus Glitzer. „Dass deine Augen so leuchten hatte ich gehofft.“ Sagte Max. „Wow…danke.“ Hauchte ich und betrachtete sie genau. Dann gab ich Max einen Kuss. „Komm rein, ich habe Tee aufgesetzt.“ Meinte ich anschließend, „Gieß ihn in eine Thermoskanne, wir gehen rodeln.“ Meinte Max lächelnd und deutete auf den Schlitten hinter sich. Den hatte ich gar nicht bemerkt. Ich nickte und befolgte seine Anweisung. Dann zog ich mir schnell was anderes an. Ich packte eine Tasche und holte meinen Schlitten aus der Garage. Dann gingen wir zu dem einen Spielplatz. Dahinter ist nämlich die große Rodelbahn. Niemand war da. Auch gut, dann haben wir die Strecke eben für uns allein. Ich ließ meinen Schlitten stehen und warf mich in den Schnee. „Was machst du da?“ fragte Max lachend. „Siehst du doch!“ antwortete ich ebenfalls lachend und machte einen Schnee Engel. „Komm!“ meinte ich und zog Max zu mir auf den Boden. Lachend lagen wir nun also auf dem Boden. Dann rodelten wir erstmal eineinhalb Stunden. Es war schon mal wieder was mit Max zu unternehmen und am schönsten ist es zu wissen, dass er Weihnachten mit mir zusammen feiern wird. Letztes Jahr habe ich bei ihm mit seiner Familie Weihnachten auf Italienische Art gefeiert, da sein Vater Italiener ist und dieses Jahr feiert Max mit mir und meiner Familie Weihnachten auf die Deutsche Art. Durchgefroren wie wir sind gehen wir zurück zu mir nach Hause. Den Tee haben wir nicht getrunken. Zuhause angekommen zog ich mir erstmal was Trockenes an und auch Max hatte ich noch Wechsel Sachen mitgebracht. Jetzt tranken wir Tee, schlürften Suppe und kuschelten uns auf die Couch, bei einem gemütlichem Feuer im Ofen und der ersten Kerze des Adventskranzes. Ich warf einen kurzen Blick auf die Uhr. Viertel vor zwei. Dann setzten wir uns Auf die Treppe (keine Ahnung wieso auf die Treppe) und quatschten über seine Italienreise. Schließlich hatten wir uns ziemlich ineinander verknotet und mussten uns irgendwie voneinander lösen ohne die Treppe herunter zu fallen. Es war eine lustige Angelegenheit. In diesem Moment ging die Tür auf. Meine Eltern und meine beiden Geschwister kamen rein. „Na habt ihr was für Veronica gekriegt?“ fragte ich. „Ja, endlich.“ Stöhnte meine Mutter. Veronica ist meine große Cousine und sie heiratet bald, also brauchen wir auch ein Hochzeitsgeschenk. „Na dann geht’s ja“ meinte ich. „Oh, hey Max, wie war es in Italien?“ fragte meine Mutter Max, als sie ihn entdeckte. „Ja, super. Schön, dass ich jetzt auch endlich mal da war.“ Antwortete Max ihr. „Na das hört sich ja schön an.“ Meinte sie. Meine Mutter sah ein wenig gestresst aus. Oder doch gereizt? Mein Vater und Brandi, meine Schwester gingen nochmal nach draußen und kamen mit zwei Weihnachtsbäumen rein. Einem großen und einem kleinen. „Zwei Bäume?“ fragte ich verwirrt. „Warte es ab.“ Brandi und mein Vater gingen nochmal nach draußen und holten einen anderen Baum, der ungefähr die gleiche Größe hatte, wie der andere kleine und mein Dad hatte eine Kiste in der Hand. Jetzt machte ich erst recht ein fragendes Gesicht. „Lars wollte keinen eigenen Baum, aber wir beide kriegen einen.“ Meinte Brandi freudig. „Geil und was ist in der Kiste?“ fragte ich. „Weihnachtsschmuck für dich. Uns ist eingefallen, dass wir nur zwei Mal Weihnachtsschmuck für den Baum haben und keiner davon passt zu deinem Zimmer. Also kriegst du neues.“ Meinte Dad. Ich lief die Treppe runter und umarmte Mum und Dad. Wir stellten alle drei Bäume auf und dann half Max mir beim Schmücken. Ich machte die Kiste mit dem Baumschmuck auf. Matte und glänzende, lila und silberfarbene Kugeln kamen zum Vorschein und ein silberner Stern. Mum hatte mir noch eine Lichterkette gegeben. Dann schmückten wir den Baum und mein Zimmer gleich mit. Wir wechselten die Herbstdeko gegen Weihnachts-/Winterdeko aus. Max‘ Schneekugel bekam einen Ehrenplatz; auf meiner Fensterbank. Glücklich guckte ich mich um. Dann ließ ich mit Max auf mein Bett fallen. Wir küssten uns; bis es an meiner Tür klopfte. Innerhalb eines Bruchteiles einer Sekunde saßen wir beide am jeweils anderen Ende meines Bettes. Meine Mutter kam rein. „Störe ich?“ fragte sie überrascht. Ich schüttelte den Kopf. „Hm…ok…Max, sollen wir dich eigentlich nach Hause bringen, es wird schon bald dunkel und du bist ja wahrscheinlich zu Fuß hier?“ fragte sie Max. „Also…ja, wenn das möglich ist gerne.“ Überlegte Max kurz. „Ja klar. Wann willst du denn nach Hause?“ fragte sie weiter. Wir guckten uns an. „Also…ist es jetzt möglich?“ fragte Max als Gegenfrage. Meine Mutter nickte. „Na, dann würde ich jetzt gerne fahren.“ Meinte Max. „Ok, na dann.“ Sagte meine Mutter und ging schon aus dem Zimmer. „Ok, wir schreiben nachher?“ fragte Max. Ich nickte und küsste ihn nochmal. „Bis bald.“ Sagte ich und begleitete ihn noch bis zur Tür.

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