„Ich hab dir was mitgebracht…“ meinte er und wühlte in seiner Tasche. Zum
Vorschein kam etwas mit einer komischen Form und in Zeitungspapier gewickelt.
Oben war es rund und unten wurde es eckig und immer breiter, trotzdem war es
ziemlich klein. Man kann es also hinstellen. Er gab es mir. Ich machte das
Zeitungspapier vorsichtig weg und dann kam etwas Wunderschönes zum Vorschein.
Es war eine Schneekugel mit dem schiefen Turm von Pisa. Der Schnee darin
bestand zur Hälfte aus Glitzer. „Dass deine Augen so leuchten hatte ich
gehofft.“ Sagte Max. „Wow…danke.“ Hauchte ich und betrachtete sie genau. Dann
gab ich Max einen Kuss. „Komm rein, ich habe Tee aufgesetzt.“ Meinte ich
anschließend, „Gieß ihn in eine Thermoskanne, wir gehen rodeln.“ Meinte Max
lächelnd und deutete auf den Schlitten hinter sich. Den hatte ich gar nicht
bemerkt. Ich nickte und befolgte seine Anweisung. Dann zog ich mir schnell was
anderes an. Ich packte eine Tasche und holte meinen Schlitten aus der Garage.
Dann gingen wir zu dem einen Spielplatz. Dahinter ist nämlich die große
Rodelbahn. Niemand war da. Auch gut, dann haben wir die Strecke eben für uns
allein. Ich ließ meinen Schlitten stehen und warf mich in den Schnee. „Was
machst du da?“ fragte Max lachend. „Siehst du doch!“ antwortete ich ebenfalls
lachend und machte einen Schnee Engel. „Komm!“ meinte ich und zog Max zu mir
auf den Boden. Lachend lagen wir nun also auf dem Boden. Dann rodelten wir
erstmal eineinhalb Stunden. Es war schon mal wieder was mit Max zu unternehmen
und am schönsten ist es zu wissen, dass er Weihnachten mit mir zusammen feiern
wird. Letztes Jahr habe ich bei ihm mit seiner Familie Weihnachten auf
Italienische Art gefeiert, da sein Vater Italiener ist und dieses Jahr feiert
Max mit mir und meiner Familie Weihnachten auf die Deutsche Art. Durchgefroren
wie wir sind gehen wir zurück zu mir nach Hause. Den Tee haben wir nicht
getrunken. Zuhause angekommen zog ich mir erstmal was Trockenes an und auch Max
hatte ich noch Wechsel Sachen mitgebracht. Jetzt tranken wir Tee, schlürften
Suppe und kuschelten uns auf die Couch, bei einem gemütlichem Feuer im Ofen und
der ersten Kerze des Adventskranzes. Ich warf einen kurzen Blick auf die Uhr.
Viertel vor zwei. Dann setzten wir uns Auf die Treppe (keine Ahnung wieso auf
die Treppe) und quatschten über seine Italienreise. Schließlich hatten wir uns
ziemlich ineinander verknotet und mussten uns irgendwie voneinander lösen ohne
die Treppe herunter zu fallen. Es war eine lustige Angelegenheit. In diesem
Moment ging die Tür auf. Meine Eltern und meine beiden Geschwister kamen rein.
„Na habt ihr was für Veronica gekriegt?“ fragte ich. „Ja, endlich.“ Stöhnte
meine Mutter. Veronica ist meine große Cousine und sie heiratet bald, also
brauchen wir auch ein Hochzeitsgeschenk. „Na dann geht’s ja“ meinte ich. „Oh,
hey Max, wie war es in Italien?“ fragte meine Mutter Max, als sie ihn
entdeckte. „Ja, super. Schön, dass ich jetzt auch endlich mal da war.“
Antwortete Max ihr. „Na das hört sich ja schön an.“ Meinte sie. Meine Mutter
sah ein wenig gestresst aus. Oder doch gereizt? Mein Vater und Brandi, meine
Schwester gingen nochmal nach draußen und kamen mit zwei Weihnachtsbäumen rein.
Einem großen und einem kleinen. „Zwei Bäume?“ fragte ich verwirrt. „Warte es
ab.“ Brandi und mein Vater gingen nochmal nach draußen und holten einen anderen
Baum, der ungefähr die gleiche Größe hatte, wie der andere kleine und mein Dad
hatte eine Kiste in der Hand. Jetzt machte ich erst recht ein fragendes
Gesicht. „Lars wollte keinen eigenen Baum, aber wir beide kriegen einen.“
Meinte Brandi freudig. „Geil und was ist in der Kiste?“ fragte ich.
„Weihnachtsschmuck für dich. Uns ist eingefallen, dass wir nur zwei Mal
Weihnachtsschmuck für den Baum haben und keiner davon passt zu deinem Zimmer.
Also kriegst du neues.“ Meinte Dad. Ich lief die Treppe runter und umarmte Mum
und Dad. Wir stellten alle drei Bäume auf und dann half Max mir beim Schmücken.
Ich machte die Kiste mit dem Baumschmuck auf. Matte und glänzende, lila und
silberfarbene Kugeln kamen zum Vorschein und ein silberner Stern. Mum hatte mir
noch eine Lichterkette gegeben. Dann schmückten wir den Baum und mein Zimmer gleich
mit. Wir wechselten die Herbstdeko gegen Weihnachts-/Winterdeko aus. Max‘
Schneekugel bekam einen Ehrenplatz; auf meiner Fensterbank. Glücklich guckte
ich mich um. Dann ließ ich mit Max auf mein Bett fallen. Wir küssten uns; bis
es an meiner Tür klopfte. Innerhalb eines Bruchteiles einer Sekunde saßen wir
beide am jeweils anderen Ende meines Bettes. Meine Mutter kam rein. „Störe
ich?“ fragte sie überrascht. Ich schüttelte den Kopf. „Hm…ok…Max, sollen wir
dich eigentlich nach Hause bringen, es wird schon bald dunkel und du bist ja
wahrscheinlich zu Fuß hier?“ fragte sie Max. „Also…ja, wenn das möglich ist
gerne.“ Überlegte Max kurz. „Ja klar. Wann willst du denn nach Hause?“ fragte
sie weiter. Wir guckten uns an. „Also…ist es jetzt möglich?“ fragte Max als
Gegenfrage. Meine Mutter nickte. „Na, dann würde ich jetzt gerne fahren.“
Meinte Max. „Ok, na dann.“ Sagte meine Mutter und ging schon aus dem Zimmer.
„Ok, wir schreiben nachher?“ fragte Max. Ich nickte und küsste ihn nochmal.
„Bis bald.“ Sagte ich und begleitete ihn noch bis zur Tür.
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