Kapitel 9
„Hör zu Dani. Ich weiß es war nicht ganz richtig
mich nicht zu melden. Aber ich war kaputt. Und ich war traurig. Ich hatte
eigentlich immer gehofft, dass wenn ich einem Mädchen sage, dass ich sie liebe,
sie etwas wie ‚Ich liebe dich auch‘ sagt. Aber das war nicht der Fall. Und
außerdem bist du zusammen gebrochen. Ich hatte nicht mehr die Nerven dafür. Du
verstehst das vielleicht nicht, aber Dani, ich liebe dich, seit enorm langer
Zeit und ich weiß auch dass du diese Gefühle nicht erwiderst. Ich war immer nur
dein bester Freund und ich möchte auch dass es dir gut geht, deswegen möchte
ich, dass wir das alle vergessen, wenn es dir dadurch wieder besser geht.“ Sagte
Jason. Ich musste das erstmal verarbeiten. „Jason... ich kann das nicht einfach
vergessen. Wir sollten das jetzt ein für alle Mal klarstellen.“ Sagte ich
schließlich. „Was gibt es denn da noch klar zu stellen? Ich liebe dich, du mich
aber nicht. Ist dir das nicht klar genug? Wenn ja, habe ich echt keine Ahnung,
wie ich es noch klarer ausdrücken soll!“ meinte Jason nur und sah mir direkt in
die Augen. „Ach vergiss es...“ murmelte er und wollte abhauen. „Halt! Willst du
jetzt etwa einfach abhauen?!“ rief ich. Jason blieb stehen und drehte sich um. „Ich?
Einfach abhauen? Dani, ich war jahrelang immer für dich da. Ich bin nie
abgehauen. Ich kann mich jedenfalls nicht an irgendwann erinnern, als ich dich
mal alleine gelassen habe. Seit ich denken kann kenne ich dich und ich bin nie abgehauen.“ Sagte er. Er hatte
Tränen in den Augen. „Jason... so habe ich das doch gar nicht gemeint...“
setzte ich an. „Ach ja? Wie dann?“
fragte er. Ich antwortete nicht. Dann öffnete er die Tür und ging in den Flur.
Er ging zielstrebig auf die Tür zu. „Jason!“ rief ich unter Tränen, aber er
ignorierte es und knallte die Wohnungstür hinter sich zu. Ich konnte hören, wie
er die Treppe runter rannte. Maike machte vorsichtig die Tür auf. Ich fing
lautstark an zu weinen. Maike kam zu mir und stützte mich, damit ich nicht
vielleicht wieder zusammensacken würde. Sie brachte mich ins Wohnzimmer. „Hey...“
sagte sie sanft. „Was ist passiert?“ Ich schluchzte. „Ich habe Jason grade das
Herz gebrochen... zum zweiten Mal...“ sagte ich bitter. Die Bitterkeit war an
mich selbst gerichtet. „Wieso passiert grade mir das?!“ fragte ich hysterisch. „Jason
war immer so lieb zu mir und ich unterstelle ihm dass er einfach abhauen will
und sage ihm eiskalt dass ich ihn nicht liebe...“ schluchzte ich. „Dani, ganz
ruhig. Ich verstehe gar nichts mehr. Beruhige dich erstmal und erzähle mir dann
was grade genau passiert ist.“ Meinte Maike völlig verwirrt. Die Haustür ging
auf. „Was ist passiert?“ rief Mama. „Ich habe Jason weg laufen sehen.“ Fügte sie
hinzu. Sie kam zu uns. „Ok, was ist hier los? Seit Tagen stimmt hier doch etwas
nicht!“ stellte Mama fest. „Jason hat mir vorgestern bevor ich zusammen gebrochen
bin gestanden dass er mich liebt, deswegen bin ich ja auch zusammen gebrochen.
Wir wollten das eben klären und dann habe ich ihm zugestimmt, als er gesagt
hat, dass ich ihn liebe. Er wollte gehen und ich habe ihm unterstellt, dass er
abhaut. Er war gekränkt und meinte er wäre immer
für mich da gewesen, was ja auch stimmt. Dann ist er weg gegangen und hat mich
weinen zurück gelassen.“ Erklärte ich schluchzend.
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