Kapitel 6
„Dani?“ unterbrach Jason die Stille. „Ja? Was gibt’s?“
fragte ich Neugierig. „Ich...muss dir was sagen...Das wollte ich dir schon
lange sagen...aber ich weiß auch nicht...“ sagte Jason fast flüsternd. Ich
sagte nichts, sondern drehte jetzt meinen Kopf zu ihm um, da ich ja immer noch
in seinen Armen lag. „Ich...Dani...“ Mein Herz klopfte. Was würde jetzt kommen?
Jason...? Sag, los sag...! „Ich liebe
dich! Schon lange...!“ brach es aus ihm raus. Ich realisierte erstmal gar
nichts. Nach einiger Zeit hatten sich meine Gedanken wieder gesammelt und ich
konnte reagieren. Ich ‘befreite‘ mich aus seinen Armen uns stand nun vor meinem
Bett, mit dem Blick aus meinem Fenster gerichtet. Jason stand hinter mir auch
auf. Er wollte mir die Hände auf die Schultern legen, aber ich ging weg. „Jason...Ich...Es
tut mir ja leid...aber ich...ich weiß das will niemand hören...aber ich will
nicht, dass unsere Freundschaft kaputt geht. Ich liebe dich, aber nur
freundschaftlich, du bist wie ein Bruder für mich...Tut mir leid...“ stammelte
ich. Auf einmal wurde mir schwindelig. Meine Beine fingen an zu zittern und
schließlich gaben sie nach. Ich stürzte. Erneut. „Dani!“ hörte ich Jason rufen.
Mir war ganz schwummerig. Jason kniete neben mir. Die Tür flog auf. Meine
Mutter und Maike kamen rein. Maike warf sich wieder sofort auf die Knie. Alles
war verschwommen. Jason nahm sich die Flasche die neben dem Bett stand, drehte
sie auf und gab sie mir. Ich trank hastig. „Was ist passiert?!“ rief Maike. „Ich...keine
Ahnung...“ stammelte Jason. Meine Mutter rief grade einen Notarzt. Mir kam
alles wie in Trance vor. Von dem Moment an dem ich fiel bis der Notarzt kam und
sie mich versorgten. Jetzt fuhren Maike und ich im Krankenhaus und meine Mutter
kam mit dem Auto nach. Jason wollte nicht mitkommen und fuhr deshalb nach
Hause. Ich wurde mit irgendwelchen Mittelchen vollgepumpt. Danach durfte ich
nach Hause, aber die Woche musste ich zu Hause bleiben. Also fuhren wir wieder
nach Hause. Ich war wie erschlagen und saß schweigend an Tisch. Maike und meine
Mum wuselten um mich herum. Ich starrte neben meine Hände auf das Holz des
Tisches und ging mir alles von vorhin noch mal durch. Jason liebt mich also...Oh man...was soll ich denn nur machen? Es
gab Essen, aber ich hatte keinen Hunger. Danach nahm ich noch die Tropfen, die
mein Vater mir geraten hat. Die Ärzte haben gesagt, ich soll sie weiter nehmen.
Danach legte ich mich in mein Bett und dachte nochmal über alles nach. Schnell fielen
mir die Augen zu und ich schlief tief und fest bis halb zwei am nächsten Tag.
Sofort kam mir alles wieder in den Sinn. Kopfschmerzen vorprogrammiert. Ich
zerbrach mir ewig den Kopf. Ich nahm mein Handy. Jason war in Whatsapp seit
gestern Abend nicht online gewesen. Ich schrieb ihn an, aber er reagierte
nicht. Er ging nicht mal online. Ich nahm mir die Kiste oben bei mir im Regal.
Ich nahm so gut wie alles raus, sah es mir genau an und legte es zurück. Dann
las ich erstmal.