Mittwoch, 13. November 2013

Berlin Story - Kapitel 5



Kapitel 5
Ich wurde geröntgt. Nichts ist gebrochen nur geprellt. Ich bekam einen Verband und so ein Dreieckstuch um den Arm stillzuhalten. In einer Woche soll ich nochmal kommen. Jeden Morgen und Abend muss ich noch so ne Creme draufmachen. Maike hatte unsere Mutter angerufen, aber sie sollte auf der Arbeit bleiben. Drake fuhr uns wieder nach Hause und verließ die Wohnung ohne ein weiteres Wort. Maike und ich kuschelten uns oben in mein Bett. „Wie konnte das eigentlich passieren?“ fragte sie. „Keine Ahnung, ich wollte einfach nur zu euch gehen und da wurde mir schwindelig. Gestern hatte ich auch schon Kopfschmerzen und ich letzter Zeit ist mir öfters Schwindelig...“ grübelte ich. „Scheint ein Kreislaufproblem zu sein. Ich rufe mal Dad an...“ meinte sie  und wählte seine Nummer. „Du kannst ihn doch jetzt nicht anrufen! Er ist bestimmt grade mitten in einem Meeting oder so.“ erwiderte ich, aber Maike störte es nicht. Dad hob ab. Sie redeten eine Weile. Sie wollte grade auflegen. „Warte! Gib ihn mir!“ meinte ich. Sie gab ihn mir. „Hey Dad.“ Sagte ich freudig, weil ich schon lange nicht mehr mit ihm geredet hatte. „Hey mein Schatz, was machst du nur für Sachen?“ fragte er liebevoll. Ich musste leise lachen. „Ich kann da nichts für, es ist alles Maikes und Drakes Schuld. Sie haben mich mit ihrem Geschrei geweckt.“ Ich musste Lachen. „Naja, aber das sieht mir nach Kreislaufproblemen aus. Du musst Korodin Tropfen zu dir nehmen. Die sind im Schrank im Bad. Hinten steht draus wie viele und wann.“ Sagte er. „Ok, mache ich. Ich freu mich schon wenn du wieder da bist.“ Meinte ich. „Ich mich auch, dauert ja aber nicht mehr lang. Ich muss jetzt auch Schluss machen, ich bin grad bei einer Sitzung, aber naja, Familie geht halt vor.“ Sagte er noch. „Ja, bis bald.“ Er legte auf. Ich gab Maike ihr Handy zurück. Wir kuschelten eine Weile, dann kam unsere Mutter nach Hause. Ich nahm auch erstmal die Tropfen die Dad mir ‘verschrieben‘ hatte. Danach schrieb ich Jason erstmal was passiert war. Er wollte sofort zu mir kommen. Morgen hatten wir Studientag. Verlängertes Wochenende sozusagen. Als Jason eintraf gab es grade Mittagessen. Er aß auch etwas von der Käsesuppe. Maike hatte das ziemlich gut hinbekommen, dafür dass sie nie kocht. Reden tat sie aber immer noch nicht. Als wäre das heute Vormittag alles nicht ganz passiert. Nach dem Essen half Jason selbstverständlich mit die Spülmaschine einzuräumen. Wir gingen in mein Zimmer und legten uns unten in meine Chill Ecke. „Kannst du vielleicht das Fenster schließen? Mir ist kalt.“ Bat ich. Jason sprang förmlich auf und schloss es. Dann kam er wieder zurück. Ich kuschelte mich an ihn und er schloss seine Arme von hinten um mich rum. Das liebe ich an unserer Freundschaft. Eine ganze Weile lagen wir so da. Irgendwann wurde es dunkel.

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