Kapitel 5
Ich wurde geröntgt. Nichts ist gebrochen nur
geprellt. Ich bekam einen Verband und so ein Dreieckstuch um den Arm
stillzuhalten. In einer Woche soll ich nochmal kommen. Jeden Morgen und Abend
muss ich noch so ne Creme draufmachen. Maike hatte unsere Mutter angerufen,
aber sie sollte auf der Arbeit bleiben. Drake fuhr uns wieder nach Hause und
verließ die Wohnung ohne ein weiteres Wort. Maike und ich kuschelten uns oben
in mein Bett. „Wie konnte das eigentlich passieren?“ fragte sie. „Keine Ahnung,
ich wollte einfach nur zu euch gehen und da wurde mir schwindelig. Gestern
hatte ich auch schon Kopfschmerzen und ich letzter Zeit ist mir öfters
Schwindelig...“ grübelte ich. „Scheint ein Kreislaufproblem zu sein. Ich rufe
mal Dad an...“ meinte sie und wählte
seine Nummer. „Du kannst ihn doch jetzt nicht anrufen! Er ist bestimmt grade
mitten in einem Meeting oder so.“ erwiderte ich, aber Maike störte es nicht.
Dad hob ab. Sie redeten eine Weile. Sie wollte grade auflegen. „Warte! Gib ihn
mir!“ meinte ich. Sie gab ihn mir. „Hey Dad.“ Sagte ich freudig, weil ich schon
lange nicht mehr mit ihm geredet hatte. „Hey mein Schatz, was machst du nur für
Sachen?“ fragte er liebevoll. Ich musste leise lachen. „Ich kann da nichts für,
es ist alles Maikes und Drakes Schuld. Sie haben mich mit ihrem Geschrei
geweckt.“ Ich musste Lachen. „Naja, aber das sieht mir nach Kreislaufproblemen
aus. Du musst Korodin Tropfen zu dir nehmen. Die sind im Schrank im Bad. Hinten
steht draus wie viele und wann.“ Sagte er. „Ok, mache ich. Ich freu mich schon
wenn du wieder da bist.“ Meinte ich. „Ich mich auch, dauert ja aber nicht mehr
lang. Ich muss jetzt auch Schluss machen, ich bin grad bei einer Sitzung, aber
naja, Familie geht halt vor.“ Sagte er noch. „Ja, bis bald.“ Er legte auf. Ich
gab Maike ihr Handy zurück. Wir kuschelten eine Weile, dann kam unsere Mutter
nach Hause. Ich nahm auch erstmal die Tropfen die Dad mir ‘verschrieben‘ hatte.
Danach schrieb ich Jason erstmal was passiert war. Er wollte sofort zu mir
kommen. Morgen hatten wir Studientag. Verlängertes Wochenende sozusagen. Als Jason
eintraf gab es grade Mittagessen. Er aß auch etwas von der Käsesuppe. Maike
hatte das ziemlich gut hinbekommen, dafür dass sie nie kocht. Reden tat sie
aber immer noch nicht. Als wäre das heute Vormittag alles nicht ganz passiert. Nach
dem Essen half Jason selbstverständlich mit die Spülmaschine einzuräumen. Wir
gingen in mein Zimmer und legten uns unten in meine Chill Ecke. „Kannst du
vielleicht das Fenster schließen? Mir ist kalt.“ Bat ich. Jason sprang förmlich
auf und schloss es. Dann kam er wieder zurück. Ich kuschelte mich an ihn und er
schloss seine Arme von hinten um mich rum. Das liebe ich an unserer
Freundschaft. Eine ganze Weile lagen wir so da. Irgendwann wurde es dunkel.
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