Kapitel 4
Sie hatte mir alles erzählt. Drake hatte sie
betrogen. Sie hatten ewig gestritten und schließlich hatte Maike Schluss
gemacht. Wir lagen eingekuschelt in einer Decke auf ihrer Bettcouch. Sie lag in
meinen Armen. Jetzt heulte sie sich bei mir aus. Unsere Mutter kam rein. Wir
schauten auf. Sie kniete sich vor uns. „Was ist los?“ fragte sie sanft. Ich
erklärte alles. Sie nahm Maike in den Arm. „Andere Mütter haben auch schöne
Söhne.“ Sagte sie. Ich stöhnte. „Mama, das ist einer der dümmsten Sprüche, die
man bei sowas bringen kann. Maike verdrehte auch stöhnend die Augen. „Ich will
aber Drake und niemanden anderen!“ sagte sie schrill. Ich streichelte ihr über
die Haare. „Wollt ihr einen Cappuccino oder einen Latte Machiato?“ fragte Mama.
„Cappu.“ Sagte Maike. „Latte.“ Meinte ich. „Ok...“ sagte meine Mutter und kam
nach einiger Zeit mit unserem Kaffee. „Macht heute nicht so lange, ich muss
schlafen.“ Meinte sie noch und ging. Als unser Kaffee leer war ging ich auch
wieder. Man war mir war. Mittlerweile war es schon halb elf. Ich zog mich um
und kletter hinauf in meine Bett. Ich holte die Kette, die mir mein Dad
geschenkt hatte und ein Foto von uns beiden raus. Ich betrachtete es sehr
lange. Dann legte ich das Foto zurück, umschloss die Kette fest und legte mich
Schlafen. Ein Schreien weckte mich auf. Es war schon hell. Es war Maikes Stimme
und wie ich kurz danach feststellte die von Drake. Ich krabbelte aus dem Bett.
Auf einmal wurde mir schwindelig und ich fiel. Ich schrie vor Schreck laut auf
und stoß meinen Arm volle Kanne an der Leiter. Das Geschrei verstummte. Maike
kam geschockt angerannt. Ich lag weinend auf dem Boden, weil ich drei Stufen
gefallen war und mein Arm ziemlich wehtat. „Oh Gott Dani!“ rief sie und warf
sich neben mich auf die Knie. „Was ist passiert?!“ rief sie. „Ich wollte zu
euch, da wurde mir Schwindelig und ich bin die Leiter runtergefallen...“
schluchzte ich. Maike hilf mir beim aufsetzten. Drake erschien in der Tür.
Übelkeit kam in mir auf. Ich rannte ins Bad. Maike rannte mir hinterher. Ich klappte
die Klobrille hoch. Maike konnte mir grade noch rechtzeitig die Haare aus dem
Gesicht ziehen. Da übergab ich mich auch schon. Sie strich mir leicht über die
Haare. Langsam bekam ich wieder Luft. Ich wischte mir den Mund ab und gurgelte.
„Das war bestimmt nur der Schock...“ meinte Maike beruhigend und Umarmte mich.
Ich hielt mir meinen Arm. Es schmerzte Schweinemäßig. „Geht es dir denn sonst
gut?“ fragte sie. Ich schüttelte den Kopf. „Mein Arm...“ jammerte ich. „Ok,
zieh dich um und dann gehen wir ins Krankenhaus. Drake, kannst du uns fahren?“ „Klar.“
Antwortete Drake. Ich tat wie mir befohlen. Ich kam kaum in mein T-Shirt und
meine Sweatjacke rein, so sehr schmerzte es, daher zog ich mir die Jacke nur am
linken Arm an und warf sie mir Rechts über. Maike gab mir ein Kaugummi, da ich
mir ja nicht die Zähne putzen konnte. Drake fuhr uns also zum Krankenhaus zur
Notaufnahme.
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