Samstag, 26. Oktober 2013

Bus Story:)



Oh Gott...
Alles Prickelte. Ich lag ja schon mehr auf der Couch. Küssend legten wir uns über einander. Er auf mir. Er ist nicht sonderlich schwer, dennoch hat er ein gewisses Gewicht. Es war aber eher angenehm, dass er auf mir lag. Wir küssten uns immer wieder. Mein Bauch, meine Arme, meine Beine... alles kribbelte. Es war so schön. Seit Ewigkeiten hatte ich wieder das Gefühl gebraucht zu werde und gewollt zu sein. Er strich mir über die Arme. Langsam hatte ich das Gefühl den Verstand zu verlieren. Meine Hand wanderte zu seinem Rücken, unter sein T-Shirt. Ich strich ihm über den Rücken. "Mhm..." kam von Mike. Ich zitterte leicht unter den zärtlichen Berührungen. Das Telefon ließ uns hochschnellen. Ich stöhnte.
Na super... Muss das sein?!
Mike eilte zum Telefon. "Hallo?" nahm Mike ab. "Ja... Oma, ich würde gerne mit dir reden, aber ich habe Besuch. Ich hab dir doch von Dani erzählt. Sie hatte vorhin einen Reitunfall und jetzt ist sie übers Wochenende hier, weil sie meinte, dass ihre Mutter lieber arbeiten soll."  hörte ich ihn sagen. "Ok, danke. Tschüss Oma." hörte ich nach einiger Zeit. Er kam wieder. Ich grinste. Er lachte. "Tzja... das ist ja jetzt hier alles ein bisschen versaut." meinte er lächelnd. Ich nickte ebenfalls lächelnd. Wir guckten den Film zu Ende und gingen dann nach oben. Wir lagen kuschelnd auf Mikes Bett.
Seit dem Unfall sind nun zwei Monate vergangen. Mike und ich sind jetzt offiziell zusammen. Durch Mike habe ich auch ein paar Freunde gefunden. Alice, Joe und Alex. Wir sind sowas wie eine Clique. Die drei habe ich sonst so nicht beachtet. Wir hängen eigentlich immer zusammen.
Wir sind mitten in den Sommerferien. Der Gips ist natürlich schon ab. Wir hatten uns vorgenommen heute am See zu chillen. Danach wollte ich bei Mike übernachten. Letztens war ich beim Frauenarzt und habe mir die Pille verschreiben lassen. Ich hoffe ja, dass es irgendwann passiert, wenn auch nicht heute Abend. Wir haben natürlich schon mal darüber geredet, aber mehr auch nicht. Wir wollten Schwimmen gehen. Bzw. die Jungs wollten Schwimmen, Alice und ich wollten uns sonnen. Heute Morgen hatte ich den super Einfall, dass wir uns ja auf dem See auf Luftmatratzen legen könnten und uns dann sonnen. Also zogen wir uns grade aus. Also bis auf den Bikini natürlich. Wir nahmen unsere Luftmatratzen und gingen auf den Steg. Irgendwie schafften wir es ins Wasser und auf die Luftmatratzen zu kommen ohne uns komplett Nass zu machen. Die Jungs sprangen alle nacheinander vom Steg. Mike sah echt gut aus. Komischerweise war es die ganze Woche am See schon so ruhig gewesen. Niemand außer uns da. Die Jungs spielten irgendein Spiel mit einem Ball oder machten Wettschwimmen. Und noch vieles mehr, aber ich achtete nicht wirklich drauf. Alice und ich lagen auf unseren Matratzen und unterhielten uns oder sagten einfach gar nichts. Nach eineinhalb Stunden überredeten uns die Jungs dann doch noch ein bisschen Schwimmen zu gehen. Kann ja auch nicht schaden, nimmt man nur von ab.

Bus Story:)


Mein Handgelenk tut immer noch weh. Nach einiger Zeit wurde das Wasser dann langsam kälter. Ich stieg aus der Wanne und zog mich wieder an. Ich ging wieder zu Mike. Er spielte immer noch. Ich blieb vor der Tür stehen. Ich hörte ihn singen. Leise, dennoch klar. Es hörte sich super schön an. Langsam uns leise drückte ich die Türklinke runter. Ich steckte meinen Kopf durch den Türspalt. Kurze Zeit später war das Lied zu Ende. „Wow…“ sagte ich leise. Mike sah zu mir. „Wie lange stehst du schon da?“ fragte Mike überrascht. „Ich bin grade erst reingekommen…das hat sich schön angehört.“ Sagte ich. Mike schaute verlegen zur Seite und grinste. „Danke…ich wollte schnell duschen, ist das ok?“ wich er aus. Ich nickte. Dann verschwand er schnell im Bad. Ich stand also in seinem Zimmer. Es ist schön groß. Langsam ging ich auf das Keyboard zu. Ich setzte mich auf den Hocker und versuchte mich an die Melodie zu erinnern, die Mike gespielt hat. Ein paarmal griff ich daneben, dann aber war es die gleiche Melodie. Ich hörte wieder auf. Damals hatte ich auch angefangen ein Lied zu spielen. Ich versuchte nochmal es nachzuspielen. Es dauerte sehr lange bis ich alles wieder auf die Reihe bekam. Jetzt veränderte ich noch ein bisschen was und war relativ zufrieden. Es ist verdammt schwer, mit einem gebrochenen Handgelenk zu spielen, aber ich kriegte es irgendwie auf die Reihe. Ich spielte ein bisschen so, nahm meine Hände dann aber weg. Mike klatschte. Überrascht drehte ich mich um. "Danke..." sagte ich lächelnd. "So, was machen wir jetzt?" fragte ich. "Weiß nicht, wollen wir einen Film gucken?" gab er als Gegenfrage. Ich nickte. "Klar, welchen?" Er dachte nach. "Magst du Transformers?" "Ja, ich liebe Transformers!" antwortete ich. Also gingen wir nach unten. Er machte den Film an. Wir setzten und auf die Couch.
Geiler Film... Ich will Mike küssen. JETZT! Aber das geht nicht... oh man... naja ich habe ja noch ein paar Tage...
Es war mitten im Film. Ich hatte das Gefühl beobachtet zu werden. Ich guckte in die Fensterscheibe und tatsächlich schaute Mike mich an. Nein warte... meinen Gips...
Er schaut auf meinen Gips... oh nein, bitte erinnere dich nicht an das vorhin... sprech mich nicht auf das mit dem Ritzen an...!
Als könne er Gedanken lesen fragte er: "Dani? das vorhin auf der Bank... dein Arm..." er brach ab. Ich schaute zu ihm. "Das... ja... du kannst dir bestimmt denken woher das kommt..." sagte ich kleinlaut. Ich starrte auf den Boden. "Also ritzt du dich?" fragte er weiter. Ich nickte kaum merkbar. Eine Träne verließ mein Auge. "Ist es wegen dem Mobbing?" "Auch... alles aus den letzten Jahren... ich konnte irgendwann nicht mehr... ich weiß, es ist keine Lösung... aber es hilft ein bisschen..." Es fiel mir schwer zu sprechen. Mein Hals brannte. Eine Träne fiel auf meine Leggins. Er rutschte zu mir. Ich versteckte meine Hand in meinem Ärmel. Er legte seine Hand auf meinen Arm. Ich krallte mich an meinem Ärmelinneren fest. Er wollte den Ärmel hochziehen. Ich schüttelte leicht den Kopf. "Bitte... ich will nur gucken..." flüsterte er. Ich ließ meinen Ärmel los. Er zog ihn hoch und drehte meinen Arm, so dass er etwas sehen konnte. Seine Finger glitten über die Narben und Wunden. Ein Schauer fuhr mir über den Rücken und ich bekam eine Gänsehaut. Er nahm meinen Arm und küsste ihn. Und die Tränen liefen. Mike sah mich an. Er streichelte meinen Arm. Dann ließ er ihn wieder los. Ich senkte ihn. Er streichelte erst meine Haare und dann meine Wange. Wir kamen uns näher. Ich sah immer wieder von seinen Augen... seinen wunderschönen braunen Augen... zu seinen Lippen. Dann schloss ich meine Augen nur noch und ließ es passieren. Wir küssten uns. Wieder.

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Gut der ist relativ klein… Oh man, ich will nichts essen… Na gut… nicht auffallen…
Ich biss rein. Saure Äpfel schmecken immer noch am besten. Die Küche ist gleich am Wohnzimmer. Es geht durch einen Torbogen ins Wohnzimmer. Der Flügel steht auch da. „Ich habe früher auch mal gespielt.“ Sagte ich. „Echt?“ Mike guckte mich verblüfft an. Ich musste lachen. „Ist es so unwahrscheinlich, dass ich mal gespielt habe?“ fragte ich immer noch lachend. Mike musste lächeln. „Nein… ja… also keine Ahnung, aber man sieht es dir nicht an.“ Jetzt musste er auch lachen. Mein Vater hat es mir beigebracht als ich knapp sechs Jahre alt war. Als er meine Mutter dann damals als ich neun war sitzengelassen hat, habe ich noch ca. zwei Jahre lang weitergespielt und dann aufgehört, weil es mich immer zu traurig gemacht hat. Ich habe also fünf Jahre lang gespielt.“ Sagte ich. „Dein Vater hat deine Mutter sitzengelassen?“ fragte Mike. Ich nickte. „Ja, er hat sie mit einer Tennislehrerin betrogen, da war meine Schwester knapp ein Jahr alt. Sie ist zehn Jahre jünger als er. Als ich dann zwölf war, kam mein Vater wieder an, weil sie ihn betrogen hat und wollte, dass meine Mutter ihn zurück nimmt. Sie hat ihm eine Ohrfeige gegeben und ihn wieder zurück in die Hölle befördert. Tzja, wenn man jemanden betrügt, muss man damit rechnen, dass man selbst auch von dieser Person betrogen werden kann.“ Erklärte ich. „Wow… naja, aber ist ja jetzt auch nicht so wichtig… ich spiele seit ich neun bin. Also jetzt schon sechs Jahre.“ Sagte Mike. Ich setzte mich an den Flügel. Einen kurzen Moment zögerte ich, fing dann aber an. Ich hatte schon damals mit fünf Jahren Linkin Park gehört. Mein Bruder Jackson hat irgendwie auf mich abgefärbt. Deswegen kann ich viele Lieder von Linkin Park. Damals war es demnach also 2003. Da war grade das zweite Album Meteora draußen. Ich habe sofort gesagt, dass ich Numb lernen will, also hat mein Vater es zusammen mit mir gelernt. Zaghaft fing ich an zu spielen. Meine Finger griffen die Tasten Automatisch, ich musste nur da sitzen. Es ist immer noch mein Meisterstück, ich kann es in und auswendig. Ganz leise sang ich mit. Mike saß nur auf der Couch und hörte mir zu. Dann war das Stück zu ende. „Wow…“ hauchte er. „Ich wusste nicht, dass du so gut spielen kannst… und dann mit einem gebrochenen Handgelenk.“ Lobte Mike mich. Ich lächelte. „Ich kann die Finger ja noch bewegen…“ sagte ich verlegen. Seine Mutter kam die Treppe runter. „So, habt einen schönen Abend ihr zwei, ich bin dann so gegen halb zwölf zurück. Tschüss.“ Rief sie. „Tschau!“ riefen wir ihr zu. Die Tür knallte. Dann fuhr sie weg. „Dani?“ Mike sah mich etwas schüchtern an. Ich guckte zu ihm. „Das vorhin… der Kuss… was hat das für dich bedeutet?“ fragte er.
Oh Gott, das hat sich vorhin so gut angefühlt…
„Ich… ich weiß es nicht genau… es war sehr schön… ich habe schon die ganze Zeit das Gefühl, dass es zwischen uns einfach passt…“ sagte ich. Mike lächelte leicht. „Willst du jetzt ein Bad nehmen?“ lenkte Mike ab. Ich nickte. Wir gingen nach oben und machten eine Tüte über meinen Gips. Dann suchte ich mir frische Klamotten raus und ging ins Bad. Ich ließ mir ein Bad ein. Schon bald war ich von warmem Wasser umhüllt. Ich legte meinen Kopf zurück. So schön ruhig…aber Moment mal…
Was ist das für ein Geräusch…? Hm… Keyboard, oder? Mike spielt…hört sich gut an…Mhhm…

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Er lachte ebenfalls. „Ok, aber du wirst sehen, es ist nicht sehr groß.“ Sagte er im Vorderrein. „Ach, kein Problem.“ Sagte ich. „Ok, na dann los.“ Meinte er lächelnd. Wir gingen zuerst nach oben. Alles sah so einladend aus.
Und das bei einem Haus, wo sie grade erst eingezogen sind…
Mike stellte eben meine Tasche in sein Zimmer. Ich konnte nicht mal die Farbe seines Zimmers erkennen. Dann fingen wir an. Er zeigte mir also das ganze Haus. Das Badezimmer war echt genial. Ich bekam große Augen, als ich es von innen sah. „wenn du willst kannst du später ein Bad nehmen, oder Duschen.“ Schlug Mike vor. Ich nickte begeistert. Zu guter Letzt kamen wir in sein Zimmer. Ich bekam schon wieder große Augen. Es war in Blau und Weiß gehalten und ziemlich groß. Ein Doppelbett stand hinten an der Fensterwand.
Er hat dahinter sogar einen Balkon…
Ich konnte ein Keyboard und eine Gitarre entdecken. Kein Wunder, dass er so musikalisch ist. Einen Flügel hatte ich schon in einem anderen Zimmer gesehen. Dafür, dass das Haus gar nicht so groß ist, passt da ziemlich viel rein. Dann währen da noch zwei prall gefüllte Bücherregale und ein CD Regal, ein Sitz sack, ein Schreibtisch und ein Schrank. Er hat keinen Fernseher. Nur einen Laptop und eine etwas älteren PC.
Unten wurde die Tür aufgeschlossen. „Ich bin wieder da!“ kam es von unten. Mike gab mir ein Zeichen ihm zu folgen. Wir gingen die Treppe runter. Seine Mutter stand mit Einkaufstaschen in der Küche. „Warte, ich helfe dir.“ Sagte er. Ich folgte ihm. Er fing an die Taschen auszupacken, während seine Mutter sich ein Glas Wasser eingoss. Ich half ihm. „Ach und du musst Dani sein.“ Sagte seine Mutter. Ich nickte. „Oh du arme, was ist jetzt eigentlich mit deinem Pferd?“ fragte sie. Ich zuckte die Schultern. „Ich weiß nicht, ich habe schon den Hofbesitzer angerufen und jetzt will er gucken was er tun kann.“ Antwortete ich. Sie nickte und trank. Die Taschen waren ausgepackt. Mike räumte alles ein. „Ich muss gleich schon wieder los, mein Chef hat angerufen, ich muss eine Stunde früher kommen. Ich komme dann so gegen halb zwölf wieder.“ Sagte seine Mutter. „Hm, der macht dich ja ziemlich kaputt… Du musst mal wieder richtig schlafen.“ Sagte Mike. „Ach, das passt schon. Das kann ich auch noch nächstes Wochenende. Dieses müssen wir uns ja um jemanden kümmern, nicht?“ sie lächelte mich an. Mike nickte. „Ok, aber mach dir nicht zu viel Mühe, ich kümmere mich schon um alles.“ Mike klang etwas besorgt. „Ok, ich mach mich dann mal fertig.“ Sagte sie und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Sie verschwand nach oben. Ich warf einen Blick auf die Uhr. Halb acht schon. Und mein Handgelenk tat natürlich auch noch weh. „Hast du Hunger?“ fragte Mike.
Sag jetzt nichts falsches. Er soll nicht wissen, dass du so einen Hunger hast, aber trotzdem nichts Essen willst. Sag ja!
„Ehm… nein mir ist noch ein bisschen schlecht wegen dem Schock vorhin… aber wenn du einen Apfel oder so hast, dann schon.“ Meinte ich. Mike nickte und gab mir einen Apfel.

Bus Story:)


Scheiß Erinnerungen… Das darf doch nicht wahr sein… Hör auf zu weinen… Nicht!
Mir kamen schon die Tränen. „Hey, was ist los?“ fragte er mitfühlend und setzte sich neben mich. „Ich bitte dich, gleich wenn der Arzt da ist nicht auf meinen Arm zu gucken. Ich bitte dich wirklich sehr Doll. Tu es bitte nicht…“ sagte ich fast im Flüsterton. „Aber warum? Was ist denn los?“ fragte er leise. Ich schüttelte den Kopf. Eine einzelne Träne floss meine Wange entlang. Mike drückte mich an sich. Mein Herz blieb einen Moment lang stehen im nächsten machte es einen Salto und schlug dann relativ schnell. Das hatte ich mir so lange gewünscht, aber vielleicht nicht unter diesen Umständen. „Was ist los?“ flüsterte er. Ich antwortete nicht. Seine Hand wanderte zu meinem Ärmel. Er schob ihn ein Stück hoch. Ich wehrte mich nicht. Ich hätte auch gar nicht die Kraft gehabt, selbst wenn ich es gewollt hätte. Ich hörte wie Mike schluckte, als er die Wunden sah. Jetzt gingen die Sirenen los. Mike umschloss meinen Arm. Ich drehte meinen Kopf zu ihm. „Das… das hätte ich nicht erwartet. Jetzt verstehe ich dich… Tut mir leid, dass ich es getan habe…“ meinte er. „Ist nicht schlimm, jetzt weißt du noch mehr über mich, dass kann ja nur von Vorteil sein…“ beruhigte ich ihn. Wir schauten uns in die Augen. Er hat so dunkle und so wundervolle Augen. Zum dahin schmelzen. Unsere Gesichter kamen sich näher. Dann passierte es: Wir küssten uns!
OMG! Das gibt es nicht! Was passiert hier nur?
Ich konnte gar nicht mehr klar denken. Es war so wundervoll und auch mein erster Kuss. Wir lösten uns. Da kam auch schon der Krankenwagen um die Ecke. Ich zog meinen Ärmel nach unten. Mein Herz schlug Augenblicklich schneller, weil ich Angst vor dem, was gleich passieren würde. Am liebsten hätte ich mich weggewünscht. Schon stiegen die Sanitäter aus. Mike sah mir an, dass ich das jetzt hier nicht machen wollte und legte mir den Am schützend um mich. „Was ist passiert?“ fragte der eine Sanitäter. „Wir waren reiten und aufeinmal hat mein Pferd gebockt und sich auf die Hinterbeine gestellt, da bin ich runter, auf meinen Arm gefallen.
Ich spüre seine Lippen immer noch…
Und mein Pferd ist weggelaufen. Oh Gott, Chelsaey…!“ daran hatte ich gar nicht mehr gedacht. „Mike, wir müssen Chelsaey finden!“ sagte ich. „Keine Sorge, das können wir noch später machen.“ Beruhigte mich Mike. „Ok, wir fahren dich jetzt ins Krankenhaus, dann wir dein Arm geröntgt und wenn es nötig ist eingegipst.“ Sagte der eine Sanitäter. Ich nickte. „Kannst du meine Mum anrufen?“ fragte ich Mike. Er nickte und ich gab ihm mein Handy. Also fuhren wir ins Krankenhaus.
Natürlich wollte der Sanitäter sich meinen Arm schon mal ansehen. Betont wiederwillig zog ich langsam meinen Ärmel hoch. Als er meinen Arm sah weiteten sich seine Augen und er schluckte. Dann machte er aber ganz unbeeindruckt seine Arbeit weiter. Mike schluckte ebenfalls nochmal, schaute dann aber weg. Im Krankenhaus stellten die Ärzte fest, dass mein Handgelenk gebrochen ist. Als meine Mutter ankam, waren mein Arm und meine halbe Hand eingegipst. Meine Mutter musste extra von der Arbeit kommen. Ich erklärte ihr alles und versicherte ihr, dass sie wieder zurück zur Arbeit fahren kann. „Aber ich komme doch erst Sonntag zurück!“ protestierte sie. „Wenn das ok ist, kann sie bei mir bleiben, meine Mutter muss immer nur abends arbeiten. Den ganzen Tag über, ist sie also da.“ „Ja ok…“ sie schien zu überlegen. „Aber was ist mit Lisa? Sie kommt doch morgen zurück.“ Also ein neues Problem. Jetzt musste ich mir was einfallen lassen.
Ich will zu Mike! Los denk nach!! Dir muss doch was einfallen… Das ist es!
„Aber was ist wenn ich Annes Mutter anrufe und sie frage, ob Lisa noch bis Sonntag bleiben kann? Sie versteht das sicher.“ Schlug ich vor. Meine Mutter nickte. Also rief ich bei Annes Mutter an. Sie war sofort einverstanden. Dann riefen wir noch den Hofbesitzer an um ihm alles zu erklären. Er war froh, dass mir nichts Schlimmeres passiert ist. Wir fuhren nochmal zum Hof zurück um mein Fahrrad einzusacken. Mikes Fahrrad passte auch grade so noch rein. Dann fuhren wir zu mir um mein Fahrrad auszuladen und ein paar Sachen einzupacken. Dann fuhr Mum uns zu Mike. Das Auto seiner Mutter war nicht da. „Sie wird wohl Einkaufen sein, aber sie weiß schon bescheid.“ Sagte er. Wir luden sein Fahrrad aus. Dann verabschiedeten wir uns von meiner Mutter. Wir gingen rein. Mike half mir mit meiner Tasche. Sein Haus war sehr schön gemütlich. „Ok, jetzt will ich eine Führung!“ sagte ich lachend.