Samstag, 26. Oktober 2013

Bus Story:)


Zuerst kam wie immer die Gewohnheit durch sich hinten an die Schlange anzustellen und mich an die Tür zu stellen. Aber jetzt nicht mehr.
„Hey Dani?“ ich drehte mich zu Mike. „Hast du vielleicht heute Lust einen Ausritt zu machen? Ich habe dich schon oft bei Chealsaey gesehen. Ich habe seit ein paar Tagen Morgan als Pferd. Kennst du sie?“ ich war überrascht.
Er reitet? Genial, das wird super. Na los, sag doch endlich was! Du musst ihm antworten!
„Eh…ja, Morgan bin ich zum Anfang ab und zu geritten, bis ich dann Chelsaey hatte. Aber klar. Ich würde gerne mit dir reiten. Seit wann reitest du denn schon?“ fragte ich. „Seit ich sieben bin. Damals in San Francisco konnte man super reiten. Manchmal vermiss ich es ein wenig. Und du? Seit wann reitest du?“ fragte er dagegen. „Seit ich fünf bin. Naja, also dass ich Morgan geritten bin ist also schon ein bisschen her.“ Grinste ich. Dann verabredeten wir uns zu um drei auf dem Gehöft. Dann hielt der Bus irgendwann.
Heute ging ich einen schritt schneller als sonst nach Hause. Ich wollte mich noch in Ruhe fertigmachen können. Meine Mutter war arbeiten und meine Schwester ist schon bei ihrer Freundin Anne. Sie übernachtet heute da. Es ist ja schon Freitag. Deswegen darf Lisa ja auch bei ihr übernachten. In der Woche ist es für meine Mutter undenkbar uns bei jemandem Übernachten zu lassen.
Nach einiger Zeit war es dann zwanzig vor drei. Ich musste mich nun also auf den Weg machen. Zum Gehöft ist es ein ganz schöner Weg.
Als ich ankam war Mike noch nicht da. Ich hatte meine Sachen logischerweise schon an. Schnell füllte ich Chelsaey noch ein bisschen Wasser nach. Ich setzte mich in die Ecke von ihrer Box. Dann hörte ich Schritte. Ich stand auf. Mike war da. Wir umarmten uns. Dann sattelten wir die Pferde. Ich setzte meinen Helm auf. Ich trage nicht gerne Helme, aber beim Reiten ist das wichtig. Also ritten wir. Ich zeigte Mike meine Lieblingsstrecke. Durch den Wald, am Bach und der alten Mühle vorbei und schließlich zur Lichtung. An der Lichtung angekommen banden wir Chelsaey und Morgan an und setzten uns auf die Decke, die Mike mitgebracht hatte. Besser gesagt wir legten uns auf die Decke. Wir schauten in den Himmel und aßen Kekse. Ich fand den Boden so ungemütlich, also bat Mike mir an, meinen Kopf auf seine Brust zu legen. Er war dabei sogar richtig verlegen und wurde rot. Mega süß. Wir lachten und verstanden uns super.
Der Winter war grade vorbei, aber es war schon ziemlich warm. Frühlingsgefühle sind dabei leider auch immer mit einbegriffen. Naja was heißt Leider. Irgendwie klopfte mein Herz so schnell und so ein warmes Gefühl war in meinem Bauch war zu vernehmen. Dann ritten wir zurück. Ein bisschen nach der Hälfte der Strecke fing Chelsaey an sich komisch zu benehmen. Aufeinmal
bockte sie, danach stellte sie sich auf die Hinterbeine. Ich konnte mich nicht mehr festhalten und fiel. Unsanft schlug ich mit dem Arm auf und Chelsaey lief weg in Richtung Gehöft. Mike stieg schnell ab und rannte zu mir. Ich aber rief nur Chelsaey hinterher. Dann als sie schon lange weg war bemerkte ich erst wie sehr mein Arm schmerzte. Ich jammerte. Mike wusste nicht genau was er tun sollte. „Komm erstmal hoch…“ meinte er. Auf Mike gestützt kam ich irgendwie auf die Füße. „Ok, versuch irgendwie aufs Pferd zu kommen.“ Sagte er. Irgendwie saß ich dann auf dem Pferd. Mike setzte sich hinter mich und wir ritten – so gut wie man zu zweit auf einem Pferd reiten kann – so schnell wie möglich zurück zum Hof.
 Mike brachte Morgan schnell in den Stall. Er rief schnell einen Krankenwagen währen ich mich auf die nächstbeste Bank setzte. Er kam zu mir. Eigentlich tat nicht mein Arm, sondern mein Handgelenk weh. „Lass mal sehen.“ Sagte Mike und wollte meinen Pulli hochschieben. „Nein!“ rief ich. „Hey, ist doch nichts dabei, ich tu dir ja nichts.“ Meinte er. „Nein, trotzdem nicht…du weißt nicht was dich erwartet… Ich meine du wirst es sowieso erfahren und gleich wird es für mich noch unangenehmer beim Arzt… aber trotzdem…“ ich hielt meinen Arm fest. Würde ich meinen Pulli hochschieben, würden Narben und Wunden zum Vorschein kommen. Und dass wollte ich ihm echt ersparen. Ich guckte zur Seite.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen