Mittwoch, 9. Oktober 2013

Wintergesi:)



gab ich ehrlich zu. „Hattest du viel Stress in letzter Zeit? So ein Zusammenbruch, kann auch von zu viel Stress kommen.“ Meinte er. Ich nickte. „Ja…im Moment ist es eine ziemlich schwere Zeit für mich…morgen ist es genau ein Jahr her, dass mein Ex Freund und ich uns getrennt haben und übermorgen ist er dann ein ganzes Jahr in Italien. Er ist vor einem Jahr, mit seiner Familie zu seiner Tante nach Italien gezogen. Und er hat es mir erst einen Tag vorher gesagt um mir das Weihnachtsfest nicht zu verderben, da ich es so geliebt habe, aber ich kann es nicht mehr ausstehen. Manchmal gebe ich dem Weihnachtsfest die Schuld daran, dass er gegangen ist, aber das ist natürlich ziemlich hirnrissig…“ fügte ich kleinlaut hinzu. „Und das macht die jetzt schwer zu schaffen.“ Schlussfolgerte er. Mir liefen die ersten Tränen die Wangen entlang. Ich nickte. „In letzter Zeit muss ich halt sooft daran denken… Heute alleine ist es das zweite Mal, dass ich deswegen weine… Und vorhin habe ich schon wieder fast geheult als ich mit Lars darüber geredet habe…“ sagte ich. „Hm, also dann haben wir jetzt den Verursacher für den Zusammenbruch. Du musst dich erstmal ausruhen. Wir ich gebe dir gleich noch ein Beruhigungsmittel und dann bleibst du zur Beobachtung hier, ok?“ fragte er. Ich nickte. „Ich bin gleich wieder da. Ich hole nur schnell das Beruhigungsmittel.“ Meinte er und kam auch kurz darauf mit einer Spritze wieder. Er spritze es mir und dann kamen meine Eltern und Lars wieder rein. Ich sagte Mum, was ich alles brauchte und sie fuhr nach Hause um es mir zu holen. Ich saß also nun mit verheulten Augen auf meinem Bett und Lars hielt meine Hand. Er ist im Großen und Ganzen ein toller Bruder. Als Mum wieder da war, erzählte ich ihnen alles über meine Sorgen und wie es um mich wirklich steht. Sie hatten von alldem ja keine Ahnung. Aber ich versicherte ihnen, dass ich gut alleine klarkomme und sie ruhig weiterhin so viel arbeiten konnten. Ich erzählte ihnen auch alles was zwischen Max und mir passiert war, auch dass wir Sex hatten. Meine Eltern waren zuerst natürlich sprachlos, aber dann umarmten sie mich und sagten, dass sie es gut finden, dass ich es ihnen gesagt hatte. Es tat gut sich das alles von der Seele zu reden, was man fast ein Jahr in sich hineingefressen hatte. Dann gingen sie auch wieder. Mittlerweile war es sechs Uhr abends und ich erzählte Lilly erstmal alles. Sie wollte mich morgen besuchen kommen. Gegen halb acht kam ein anderes Mädchen zu mir ins Zimmer. Sie hatte eine allergische Reaktion auf einen Wespenstich gehabt und musste nun so wie ich heute Nacht und morgen zur Beobachtung hier bleiben. Sie hieß Mandy. Wir unterhielten uns eine ganze Weile und stellten fest, dass wir so einige Gemeinsamkeiten hatten. Die Schwestern kamen und nahmen mir den Tropf ab. Ich verabschiedete mich kurz von Mandy, weil ich zu Brandi wollte. Also humpelte ich auf Krücken zu meiner Schwester in ihr Zimmer, Lars hatte mir gesagt welches und wo es ist. Die Tür war einen spaltbreit offen und als ich darauf zukam öffnete eine Schwester von innen die Tür. „Oh, möchtest du hier rein?“ fragte sie. Ich nickte. Sie hielt mir die Tür auf. Ich bedankte mich und trat ein. Brandi lag in einem der Betten. In ihrem Zimmer lag eine etwas ältere Dame. Keine Ahnung was sie hatte. „Hey, na wie geht es dir?“ fragte ich Brandi. Sie hatte mich zuerst gar nicht bemerkt und hob jetzt den Kopf. „Jenny! Die Frage ist ob es dir gut geht!“ rief sie und setzte sich auf. Ich nickte lächelnd. „Der Arzt meinte es wäre wegen dem ganzen Stress in letzter Zeit und deswegen bin ich halt zusammengebrochen.“ Sagte ich. „Aber jetzt zu meiner Frage.2 fügte ich hinzu. „Oh…eh ja, mir geht es super. Hast du Alice schon gesehen?“ fragte sie. „Alice? Achso, nein. Nur kurz, bevor ich zusammengebrochen bin.“ Antwortete ich. Deswegen gingen wir dann zu ihr. Sie lag auf der Säuglingsstation. Wirklich knuffig. Ich kann es kaum erwarten morgen Abend wieder nach Hause zu kommen, weil Brandi und Alice morgen früh schon gehen dürfen. Dann verabschiedete ich mich erstmal wieder von Brandi und ging zurück auf mein Zimmer.
Es klopfte an der Tür. Kurz darauf trat Lilly ein. Mandy war grad wegen einer Untersuchung weg, sie sagte es könnte etwas dauern. „Lilly!“ rief ich freudig. Sie umarmte mich erstmal. „Was machst du nur immer für Sachen?“ fragte sie. „Hm…Naja…keine Ahnung was das war, der Arzt meinte es wäre wegen dem ganzen Stress…Ich hab ihm das alles mit Max und dem ganzen letzten Jahr erzählt…“ meinte ich. Und die Tränen kamen wieder. Mein Herz schmerzte ebenso wie mein Hals. „Und du darfst heute
Abend raus?“ fragte sie.

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