„Und, wie geht es deinem Freund…Max, oder?“ fragte er. Ich stutzte. „Ja…er
heißt Max. Und…er ist nicht mehr mein Freund…er…er ist vor einem Jahr nach
Italien gezogen…“ sagte ich leise und mit gesenktem Blick. In mir stiegen die
Tränen auf. „Ich…ich gehe mich umziehen…“ meinte ich und humpelte zu meinem
Koffer. Ich suchte mir meine Jogginghose und mein neues T-Shirt raus. Ich zog
mich im Bad um und schminkte mich nochmal anders. Dann humpelte ich wieder
zurück ins Wohnzimmer. Die anderen hatten sich auch schon umgezogen. Ich
schaute auf meine Uhr. Kurz vor sechs. In ein paar Minuten gibt es dann
Geschenke. Ich erwartete mir aber nichts Besonderes. Ich wünsche mir ja nichts
mehr (außer Geld). Ich nehme ja das was es gibt. Esma und Lucky schwirrten um
meine Beine rum. Dann schlug die Uhr an der Wand sechs Uhr. Alle holten ihr
Geschenke rein. Ich hatte mir dieses Jahr nicht allzu große Mühe gemacht. Alle
ein Buch und ein bisschen was zum Naschen. Fertig. Dieses Jahr waren es auch
nicht ganz so große Haufen von Geschenken unter dem Weihnachtsbaum. Das
Geschenkpapier glitzerte schön Lila. Lila ist meine Lieblingsfarbe, falls das
noch nicht aufgefallen ist. Ich packte das erste Päckchen aus. Ein I-Pod Nano
in Lila. Super, dann muss ich nicht immer mein Handy oder Tablet nehmen. Im
nächsten weiße Beats Kopfhörer und die neue CD von Linkin Park. Super, dann
habe ich auch wenigstens was zum Hören. Das nächste war ein kleines Paket. Es
war eine Schmuckschachtel. Meine Eltern wollten mir nicht verraten von wem es
war. Ich öffnete die Schachtel. Ein neues Bauchnabelpiercing. Dann kann ich es
in sechs Monaten endlich auswechseln. Man soll ja drei bis sechs Monate warten
und ich warte lieber die ganzen sechs Monate. Meine Ohrlöcher musste ich mir
auch alle mehrmals stechen lassen, weil ich sie immer zu früh ausgewechselt
habe und sie sich dann entweder entzündet oder sind dann von alleine wieder
zugewachsen, weil ich ein paar Tage nichts drinnen hatte. Das will ich auf
keinen Fall auch noch bei dem Piercing haben. Ich konnte mich dafür also auch
bei niemandem Bedanken. Im nächsten war dann Schmuck und 100€. In dem nächsten
ein Shopping Gutschein für Primark für 100€ und eine CD von Bring me the Horizon.
Im nächsten 2 CD’s eins von Pierce the Veil und die von Dead by Sunrise. Dann
habe ich noch insgesamt 245€ bekommen also insgesamt 345€ Von meinem Geburtstag
sind auch noch 605€ Man das ist ja noch so einiges. Ich weiß gar nicht in was
ich das alles
investieren
soll. Wahrscheinlich bringe ich das einfach auf die Bank und spare es an. Für
was auch immer. Dann gab es Weihnachtsbraten. Am nächsten Tag fuhren wir dann
wieder nach Hause. Ich beschäftigte mich dann mit meinen vier neuen CD’s und
meinem I-Pod. Ich fuhr als wir wieder zu Hause waren gleich zu Lilly. Bei ihrem
Geschenk hatte ich mir große Mühe gegeben. Allerlei Beauty Zeug und auch
Kakaopulver und eine Tasse und ein paar Fotos von uns. Sie hatte auch einen
Weihnachtsbaum in ihrem Zimmer. Ich legte mein Geschenk darunter und sie ihres.
Dann kochten wir uns erstmal Tee. Lecker Yogi Tee. Also redeten wir und
erzählten uns gegenseitig wie das Weihnachtsfest bis jetzt bei uns war. Ich
erzählte ihr auch, dass ich gestern wegen Max geheult hatte und von dem
Mysteriösen Geschenk. Dann öffneten wir unsere Geschenke. Sie war begeistert
von ihrem Geschenk. Ich öffnete meins. Es war ein Fotoalbum voller Fotos von
uns beiden drinnen und eine Kette wie Max sie mir geschenkt hatte nur mit den
Buchstaben BFF. Außerdem noch ein paar Kuschelsocken, die sie selbst gestrickt
hatte und ein Briefumschlag. Einer dieser großen. Er war ziemlich dick. „Mach
ihn lieber zu Hause auf. Ich finde das ist passender.“ Meinte sie und lächelte
mich an. Ich nickte und nahm die Kette in meine Hand. Umbinden konnte ich sie irgendwie
nicht. „Lilly ich…ich kann die Kette nicht umbinden, tut mir leid. Sie erinnert
mich zu sehr an Max…“ ich war den Tränen nahe. „Sie sieht der Kette die er mir
letztes Jahr zu Weihnachten…und bevor er mich verlassen hat…geschenkt hat so
ähnlich…ich kann das nicht…“ sagte ich schwerfällig, da mein Hals brannte. Es
schmerzte einfach so sehr, darüber zu reden. Tränen bildeten sich in meinen
Augen und ich versuchte sie runterzuschlucken; aber es gelang mir nicht. Sie
rollten einfach meine Wangen runter. Ich wollte das schluchzen auch
unterdrücken, aber es gelang mir ebenfalls nicht. Lilly hielt mir eine Packung
Taschentücher hin. „Danke…“ brachte ich heraus. Ich trocknete die Tränen und
putzte mir die Nase. „Kann ich was von deinem Make Up benutzen, ich will das
schnell überschminken.“ Fragte ich. Sie nickte und ich schminkte schnell die
verheulten Augen weg. Dann kuschelten wir noch ein bisschen bis ich abgeholt
wurde. Zu Hause angekommen wurde es dann erst recht stressig. Brandi hatte die
Wehen bekommen. Wir fuhren alle ins Krankenhaus. Mum war noch bei der Arbeit.
Ich schickte ihr schnell eine SMS. Lars und ich warteten im Gang auf den Sitzen
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