Montag, 5. Mai 2014

Alexa Story - Kapitel 12



Es war Jacks Geburtstag. Wir hatten zwei Wochen Ferien und es war Montag. Ich machte mich fertig. Danny war den Gips wieder los, aber er musste sich noch etwas ausruhen. Aber er konnte Fahrrad fahren. Ich hatte mir das Blaue Kleid zusammen mit dem Blazer, einer Hautfarbenen Strumpfhose und den Keilstiefeletten angezogen. Das Geschenk hatte ich in der Hand. Hauptsache es fällt mir jetzt nicht runter. Cassy und Kyle waren schon da. Jack und ich begrüßten uns mit einem Küsschen auf der Wange. „Happy Birthday!“ rief ich freudig. „Danke.“ Meinte er lächelnd. Ich ging schon mal vor und stellte mein Geschenk zu den anderen. Cassy und Kyle begrüßten erst mich danach Danny. Wir aßen erst Kuchen. Es lief die ganze Zeit Musik. Zum ersten Mal sah ich Jacks Haus. Dann machte er die Geschenke auf. Über meins freute er sich sehr. Er band die Uhr sofort um. „Danke...“ flüsterte er mir ins Ohr, legte seinen Arm und mich und drückte mich. Ich lächelte. Wir machten eine Hausbesichtigung. Sein Zimmer zeigte er uns nicht. „Du siehst es später noch...“ flüsterte Jack. Ich sah ihn fragend an. Er aber schenkte mir nur ein geheimnisvolles lächeln. Mein Handy klingelte. Es war Dad. Ich ging ran. „Was gibt es?“ fragte ich. „Es tut mir leid, aber ich muss in einer Stunde auf Geschäftsreise. Ich komme erst nächste Woche Dienstag wieder. Könnt ihr bei jemanden übernachten so lange?“ erklärte er. Ich sah mich um. „Hey, können Danny und ich bei irgendjemanden von euch bis nächsten Dienstag übernachten? Dad muss auf Geschäftsreise und meint, wir können nicht auf uns aufpassen.“ Fragte ich herum. Jacks Mutter, Katherine, schaltete sich gleich ein. „Klar, ihr könnt hier übernachten, ist überhaupt kein Problem.“ Sagte sie freundlich. „Ok Dad, wir können bei Jack bleiben.“ Sagte ich ins Telefon. „Ok, ich hole euch gleich ab, dann könnt ihr eure Sachen packen, zur Not könnt ihr ja auch mal nach Hause kommen, um die Sachen zu wechseln.“ Sagte Dad und legte auf. Ich starrte auf mein Display. „Was ist los?“ fragte Danny. „Er hat aufgelegt...Dad holt uns gleich ab, dann können wir unsere Sachen packen.“ Ich seufzte. Dann warteten wir bis Dad uns abholte. Zu Hause brauchte ich mindestens eine dreiviertel Stunde um alles eingepackt zu haben. Dann war ich mir immer noch nicht sicher, ob ich alles hatte. Trotzdem mussten wir jetzt losfahren. Im Auto fiel mir etwas ein. „Dad, diese Woche habe ich doch den Arzttermin zur Jugenduntersuchung!“ rief ich. „Ja...das bekommst du schon alleine hin...“ meinte er. Ich schaute ihn schockiert an. „Wie kannst du das sagen?! Du weißt das ich Panische Angst vorm Blutabnehmen habe!“ rief ich. „Ich kann doch jetzt auch nichts dagegen machen. Dann nehm Danny mit oder Jack, was weiß ich. Alexa, so leid es mir auch tut, ich habe grade anderes im Kopf. Ich geb dir gleich deine Krankenkarte, du weißt ja wie das geht. Du warst ja schon öfters alleine beim Arzt.“ Versuchte er mich zur Vernunft zu bringen. Ich wollte erst etwas sagen, dann schwieg ich einfach. Dad setzte uns ab. Cassy und Kyle waren wieder nach Hause gefahren. Dad gab mir die Karte und verabschiedete sich von uns. Katherine zeigte uns das Gästezimmer. Sie erklärte alles. Dann machte ich mich im Bad fertig und zog mir Jogginghose und Top eins von den T-Shirts, die Jack ausgesucht hatte. Jack trug eine Jeans und ein einfaches T-Shirt. Ich klopfte an seine Tür. „Ja?“ hörte ich, also drückte ich die Klinke runter. Sein Zimmer war in Blau, Schwarz und Weiß gehalten. Ein großes Bett stand an der einen Wand, an der anderen ein Schreibtisch, der aber als Fernsehtisch genutzt wurde. Jack schaute irgendwas. In der Ecke neben seinem Bett standen eine matt weiße Gitarre und eine Akustik Gitarre. Direkt neben der Tür stand ein Kleiderschrank, daneben standen Boxen, zwei schwarze Plastik Hocker und ein weißer Sitzsack, daneben ein Bücher und CD Regal. Auf einem kleinen Holzcouchtisch stand ein Laptop und auf einem Regal an der Wand stand ein CD Player und ein Familienfoto wie ich erkennen konnte. An den Wänden hingen einige Poster von All Time Low, Linkin Park und Sleeping with Sirens. Auf dem Boden neben seinem Bett standen eine Wasserflasche und eine Dr. Pepper Flasche. „Na, gefällt dir mein Zimmer?“ fragte er grinsend. „Ja, es sieht gemütlich aus...wenn auch wenig Deko und so vorhanden ist...aber du bist ja schließlich ein Junge. Von daher. Es ist super.“ Sagte ich lächelnd. „Und diese Gitarre...“ setzte ich an und deutete auf die Weiße Gitarre in der Ecke. „Klar, du kannst auf ihr spielen.“ Meinte er lächelnd. Er gab sie mir und machte den Fernseher leiser. Ich hängte sie mir um und schloss sie an den Verstärker. Sie strahlte so eine Ruhe aus. Auch wenn das weiß einem entgegen strahlte. Ich spielte ein paar Akkorde. Es war ein super Gefühl. Ich schrieb grade an einem Song. Ich spielte und sang dazu. Aber schon nach kurzer Zeit hörte ich auf, weil ich noch nicht weiter war. „Wow, das war mega geil.“ Sagte er. Ich lächelte „Danke, das ist ein bisschen von dem Song, den ich grade schreibe. Aber mehr habe ich noch nicht.“ Meinte ich. „Das ist  aber sehr gut.“ Sagte er. „Soll ich dir mal was spielen? Warte, was ist dein Lieblingssong von All Time Low?“ fragte er. Ich musste nicht überlegen. „Backseat Serenade!“ sagte ich wie aus der Pistole geschossen. „Verstehe... alle Mädchen lieben dieses Lied. Naja, alle lieben Alex und Jack...“ murmelte er lächelnd. Ich musste auch grinsen. Er nahm die Gitarre, spielte und sang. Ich versank in seiner Stimme...und im Sitzsack. Ich schloss die Augen. Als das Lied zu Ende war öffnete ich sie wieder. Jack lächelte zufrieden. „Wow...“ hauchte ich. Er lachte leise. Ich rieb mir die Arme, weil mir plötzlich kalt war. Jack holte einen Pulli, der auf seinem Bett lag und warf ihn mir zu. Ich lächelte. „Schon klar, Mädchen lieben es, wenn ein Junge ihnen ihren Pulli gibt.“ Sagte er lachend. „Und Fakt ist auch, dass Mädchen heiß aussehen, im Pulli, den ein Junge ihnen gegeben hat.“ Sagte ich ebenfalls lachend. „Ja...dazu sage ich jetzt mal nichts...“ sagte er grinsend. Da fiel mir der Arzttermin wieder ein. Ich stockte und mein Lächeln verschwand ruckartig. „Was ist los?“ fragte Jack sofort. „Ich...also...Mittwoch habe ich Jugenduntersuchung...und ich habe...naja...panische Angst vorm Blutabnehmen...“ sagte ich kleinlaut. „Oh, das hört sich nicht gut an.“ Sagte Jack, zog einen Hocker zu sich und setzte sich neben mich. „Und Dad ist nicht da... Er meinte ich soll Danny oder...dich mitnehmen, aber trotzdem, ich werde schon vorher in Ohnmacht fallen...“ fügte ich hinzu. „So schlimm?“ fragte er besorgt. Ich nickte. „Mhm...“ er schien zu überlegen. „Soll ich denn mitkommen?“ fragte er. Ich zögerte. Dann nickte ich aber. „Ok, keine Sorge, ich bleib bei dir, das packen wir schon.“ Sagte er aufmunternd. Ich zwang mich zum Lächeln. „Und Alexa?“ ich sah ihn an. „Jetzt nach meinem Ständchen und den anderen ganzen anderen Sachen...“ er stoppte und lächelte. „Willst du meine Freundin sein?“ fragte er grade heraus. An Selbstvertrauen fehlte es ihm immerhin nicht. Ich fing an breit zu grinsen. „Ja. Sehr gerne.“ Antwortete ich. Er lächelte und seufzt erleichtert. „Also hilfst du mir einen Platz für das Namensschild von die zu finden?“ fragte er. „Wie wäre es mit der Tür?“ fragte ich Sarkastisch. Er grinste verlegen. Also brachten wir es an seiner Tür an. Sabrina sah es. „Wo hast du das denn her?“ fragte sie begeistert. „Alexa hat es mir geschenkt. Antwortete er. „Hast du das selber gemalt?“ fragte sie mich. Ich nickte grinsend. „Kannst du mir auch so eins machen?“ fragte sie weiter. „Klar, du musst mir nur sagen was du so magst, so wie Jack Musik und Gitarre spielen.“ Antwortete ich. „Ok...ich mach natürlich Klamotten und Beauty und...naja...Pandas.“ sagte sie und musste lachen. Ich lachte ebenfalls. „Ok, dann brauche ich nur eine vernünftige Sitzmöglichkeit und einen Tisch.“ Meinte ich. „Kein Problem, wir können den Fernseher runternehmen.“ Schaltete sich Jack ein.
Ich holte meine Zeichensachen raus. Die hatte ich auf jeden Fall schon mal nicht vergessen. Trotzdem wurde ich das Gefühl nicht los, etwas vergessen zu haben. Jack stellte den Fernseher neben dem Tisch auf den Boden. Zuerst schrieb ich in Comic Schrift groß und breit ‘SABRINA‘, dann ging es wie immer weiter. 3D Effekte, Ausmalen und Schattieren, andere Elemente in den Hintergrund malen, ausmalen usw. Beim Panda gab ich mir die größte Mühe. Nach ca. zwei Stunden war ich fertig. Sabrina freute sich sehr. Jetzt war es auch schon sehr spät. Naja, acht Uhr. Ich ging zu Danny und wir spielten auf dem Gästebett Karten. Bis elf Uhr. Dann wollte Danny schlafen, wir machten uns also fertig. Daddy lag eingekuschelt rechts neben mir, ich hörte Musik und surfte noch ein bisschen mit meinem Handy im Internet. Irgendwann legte ich mein Handy dann weg, kuschelte mich auch in meine Decke und mein Kissen und schaltete das Licht aus.

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