Montag, 5. Mai 2014

Alexa Story - Kapitel 25



Heute war es soweit, es war die Hochzeit von meiner Tante Jenny. Ich war total unter Zeitdruck, weil unser Flug zwei Stunden Verspätung gehabt hatte. Jetzt hatte ich nur eine Stunde um mich fertig zu machen. Jack war schon bei mir im Zimmer. Ich sprang förmlich unter die Dusche. Als ich mich fertig geduscht hatte zog ich mir nur schnell Unterwäsche an und rannte zurück in mein Zimmer, wo Jack schon auf mich wartete. Er reichte mir nach und nach meine Klamotten und machte mein Kleid zu. „Ich verstehe nicht, was an einer Stunde zu wenig ist. Wofür brauchen Frauen so lange?“ fragte er. Ich warf ihm nur einen bösen Blick zu und nahm das Handtuch von meinem Kopf. „Soll ich dir irgendwie helfen?“ fragte er. „Wie willst du mir denn helfen?“ fragte ich und machte die ganzen Pflegeprodukte in meine Haare. „Ich könnte dir die Haare föhnen und Locken reinmachen. Währenddessen könntest du dich schminken.“ Meinte er. „Nichts für ungut Schatz, aber als ob du das könntest.“ Sagte ich und holte meinen Föhn und den Lockenstab raus. Ich machte Hitzeschutz rauf. „Das habe ich schon oft bei Sabrina gemacht, wenn du mir nicht glaubst frag sie sie wird dir auch bestätigen, dass ich das ganz gut hinbekommen habe.“ Sagte er. „Keine Zeit zum fragen...“ sagte ich und hielt ihm den Föhn hin. Er nahm ihn entgegen und föhnte meine Haare während ich mein Make Up hervorholte und mich schminkte. Danach machte er mir Locken rein. Und um ehrlich zu sein, konnte er es wirklich sehr gut. Ich legte meinen Schmuck an. Danach band ich meine Haare zu einem Zopf und zog meine Schuhe an. Ich schmiss alles Nötige in meine Clutch. Da fiel mir auf, dass ich meine Tunnel noch nicht ausgewechselt habe. „Verdammt...!“ fluchte ich leise. Zu allem Überfluss klemmte auch noch der Reißverschluss der Clutch. „Was ist?“ fragte Jack. „Kannst du dich um den Reißverschluss kümmern? Ich habe auch noch vergessen meine Tunnel auszuwechseln.“ Fragte ich lieb. „Klar.“ Ich warf ihm die Clutch zu und machte mich auf die Suche nach meinen Tunneln. Aber ich konnte sie nicht finden. Ich hatte zwar noch zwanzig Minuten, aber trotzdem wurde ich panisch und lief im Zimmer hin und her. Wir suchten zusammen. Ich konnte mich einfach nicht daran erinnern, wo ich sie hingetan hatte. Irgendwann fand Jack sie. „Oh danke, du bist en Schatz.“ Meinte ich und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. Mein Lippenstift färbte ab. „Ich weiß.“ Meinte er grinsend und wischte sich den Lippenstift weg. Jetzt hatte ich nur noch fünf Minuten. Aber Tunnel lassen sich nicht so leicht wechseln. Trotzdem wechselte ich sie in Windeseile und war schließlich fertig. Hier in New York war alles Hektisch genug, da konnte ich keine Verspätung gebrauchen.
Ja genau, wir sind in New York. Meine Tante wohnt in Brooklyn, aber wir feiern in Manhattan. Morgen und übermorgen wollten wir eine Sightseeing Tour machen. Aber jetzt war erstmal die Hochzeit meiner Tante wichtig. Danny und Miranda kamen auch völlig außer Atem aus ihrem Zimmer. Also Miranda war außer Atem, Danny nicht wirklich. „Wow, du siehst wunderschön aus.“ Sagte ich zu ihr. Sie lächelte. „Danke, du aber auch, wie hast du das nur in einer Stunde hinbekommen, ich musste meine Haare Notdürftig wegstecken und mein Make Up ist auch anders als ich es machen wollte.“ Meinte sie. „Naja, ich hatte einen Helfer, der mir die Haare gemacht hat.“ Sagte ich und schaute grinsend zu Jack. Wir stiegen mit Dad ins Taxi. „Wie? Jack hat dir die Haare gemacht? Sowas kann ein Junge?“ fragte sie ungläubig. „Meiner schon.“ Meinte ich und lachte. „Aber den Zopf habe ich mir noch selbst machen müssen.“ Fügte ich hinzu. „Ich hätte dir auch einen machen können.“ Meinte Jack. Ich gab ihm noch einen Kuss auf die Wange. Er wischte wieder den Lippenstift weg. „Wow, Dan, wieso kannst du das nicht?“ fragte sie Danny lachend. Er zuckte grinsen die Schultern. „Ach Danny, du darfst gerne an mir üben. Solange du mir die Haare nicht verbrennst.“ Lachte ich. „Klar, als ob ich deine Haare ruinieren will. Ich lass das mal lieber.“ Meinte er lachend. Er hatte heute wieder kein langes Hemd an.  Nach einiger Zeit waren wir da. Es waren so viele Leute da, von denen ich mindestens ¾ nicht kannte. Meinen Onkel der Tätowierer ist, hatte ich seit ich neun war nicht her gesehen, also seit sechs Jahren. Ich rannte auf ihn zu. Glücklicherweise erkannte er mich. Er breitete seine Arme aus und ich fiel ihm um den Hals. „Alexa! Ach habe ich dich lange nicht gesehen! Mensch hast du dich verändert! Gut siehst du aus!“ sagte er und drückte mich freudig. „Danke!“ meinte ich verlegen und fuhr mir über die Haare. „Aber du bist so dünn. Ist alles ok?“ fragte er und musterte mich von oben bis unten. Ich stockte. „Ja klar! Mir geht es super! Und dir?“ fragte ich um abzulenken. „Auch. Was ist nur mit deinen Haaren passiert?“ fragte er lachend. Ich lächelte. „Sie sind perfekt.“ Meinte ich lachend. „Und du hast ja Piercings! Oh Man, du siehst so erwachsen aus.“ Meinte er. „Ach quatsch, ich bin doch erst 15!“ meinte ich. Jack kam zu mir. „Oh hey.“ Sagte ich und stellte ihn meinem Onkel vor. „Hey Onkel Austin, das ist Jack, mein Freund.“ Mein Onkel musterte ihn. „Siehst vernünftig aus. Pass gut auf meine kleine Alexa auf.“ Meinte er und klopfte ihm auf die Schulter. Jack lachte. „Keine Sorge, ich passe sehr gut auf sie auf.“ Sagte er und legte mir seinen Arm um die Schulter. „Na dann. Ich muss jetzt noch ein paar andere begrüßen. Wir sehen uns später?“ fragte er. „Klar, sitzen wir zusammen nachher bei der Feier?“ fragte ich. Er nickte und verschwand dann. „Wow, irgendwie fühle ich mich so komisch, bei diesen ganzen fremden.“ Meinte Jack und lächelte mich an. Er sah verdammt heiß in seinem Anzug aus. „Haha, ich mich auch. Ich kenne grade mal ¼ von den Leuten hier.“ Sagte ich und wir gingen wieder zu Danny, Miranda und Dad. Mum, Leon, Dani und Mark waren dazu gekommen. Wir wurden schon erwartet und auch gleich begrüßt.
Jetzt saßen wir in den Kirchenbänken (auch wenn wir Atheisten sind, meine Tante Jenny nicht) und warteten darauf, dass der Pastor oder was auch immer das ist, ich habe keine Ahnung von Kirchen, seine Rede beendete. Dann kam es endlich. „...dann antworten sie jetzt mit Ja.“ „Ja.“ Sagte mein zukünftiger Onkel. Das gleiche Spiel noch mal. „...dann antworten sie jetzt mit Ja.“ „Ja.“ Sagte meine Tante laut und deutlich. Einige Leute heulten. Ich war stolz wie sonst was. „Sie dürfen die Braut jetzt küssen.“ Sagte der Pastor...Priester...was auch immer. Sie steckten sich die Ringe an und küssten sich. Alle klatschten und es wurden viele Bilder geschossen. Danach war das Brautstrauß werfen/fangen. Wir stellten uns auf. Und der Brautstrauß flog...und irgendeine Frau die ich nicht kannte fing ihn. Naja, kommen bestimmt noch ein paar Hochzeiten, dann habe ich immer noch die Chance einen Strauß zu fangen.
Bei der Feier saßen wir wirklich neben Austin und seiner Familie. Meine Cousine Amber war mittlerweile auch so groß geworden, ich hätte sie fast nicht erkannt. Mein Onkel und ich unterhielten uns die ganze Zeit, schließlich hatten wir  Gesprächsstoff aus sechs Jahren.
Ich hatte so oft „Ach du bist aber groß geworden! Du ich kenne dich noch, da warst du noch in den Windeln!“ gehört. Nur das schlimmste ist, dass ich mir immer nur denken konnte „Wer bist du?“, denn ich kannte nur ein oder zwei von den Leuten, aber auch nur, weil ich erahnen konnte, wer es ist. Also einfach nett lächeln.
Jetzt gab es Essen. Ich aß nur ganz wenig. Danach ging ich auf die Damentoilette. Niemand war da. Glücklicherweise. Also steckte ich mir den Finger so lange in den Hals, bis ich alles wieder erbrochen hatte. Ich wischte mir den Mund ab. Dann trank ich etwas aus dem Wasserhahn. Ich ging wieder zurück zu den anderen. Wir feierten lange, bis in die Nacht. Mit der Zeit wurde mir kalt. Jack legte mir seinen Smoking um. Irgendwann fuhren wir mit einem Taxi in unser Hotel. Ich schminkte mich ab und glitt förmlich aus meiner Kleidung. Also nachdem Jack mir mit dem Reißverschluss geholfen hatte. Mit einer Pyjamahose und einem Batman T-Shirt schlief ich schnell an Jack gekuschelt ein. Ich fühlte mich unter den beiden Decken und in seinen Armen wie vergraben, aber auf eine komische Weise gefiel es mir. Ich hatte mir die ganze Zeit Gedanken darüber gemach, meine Haare wieder Braun zu färben. Meine Haare waren doch leicht kaputt durch die ganze Farbe zu machen.

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