Montag, 5. Mai 2014

Alexa Story - Kapitel 8



Im Krankenhaus angekommen war ich plötzlich hundemüde. Dad holte mir eine Heiße Zitrone aus dem Automaten. Ich nippte vorsichtig daran, aber die Müdigkeit überwältigte mich doch. Ich schloss nur kurz die Augen... und wachte 20 Minuten später an Jack angelehnt wieder auf. Ich setzte mich vernünftig hin und rieb mir den Arm. Er war eingeschlafen. Jack hatte mir die heiße Zitrone vorsichtshalber aus der Hand genommen. „Na, gut geschlafen?“ fragte er grinsend. Ich nickte lächelnd. Er gab mir meine heiße, bzw. mittlerweile nur noch lauwarme, Zitrone. Ich nahm einen Schluck und ließ den Rest angewidert in den Mülleimer wandern. In dem Moment kamen Danny, eine Krankenschwester und der Arzt aus der Notaufnahme. Ich war zu müde um aufzustehen. Dad tat es an meiner Stelle. Er redete mit dem Arzt. Ich hörte aber nicht wirklich hin, ich schlief schon wieder fast. Irgendwie schaffte ich es die Fahrt über halbwegs wach zu bleiben. Zu Hause holte Jacks Mum ihn ab und ich ging sofort ins Bett.
Am nächsten Morgen ignorierte ich den Wecker einfach, weil mir kotzübel war. Ich rannte sofort ins Bad. Glücklicherweise hatte Danny dieses Mal nicht abgeschlossen. Er stand grad am Waschbecken und wusch sich die Hände. Ich klappte den Toilettendeckel hoch und übergab mich. Danny kam an gehumpelt. Zum Glück schlafe ich immer mit einem Zopf. Danny gab mir ein Stück Toilettenpapier, damit ich mir den Mund abwischen konnte. Danach trank ich erstmal was und spritze mir etwas Wasser ins Gesicht. „Du bist ja ganz blass...“ meinte Danny. Er legte sein Handgelenk auf meine Stirn. „Aber du glühst regelrecht.“ Fügte er hinzu. Dad kam um die Ecke und beobachtete das Treiben. „Alles ok?“ fragte er und kam rein. „Alex hat sich übergeben und sie hat Fieber.“ Erklärte Danny. „Ich bleib heute zu Hause...“ sagte ich und verschwand ins Bett. Danny würde sowieso zu Hause bleiben. Ich schrieb Jack gleich an. „Ich komme heute nicht zu Schule, habe die Grippe.“ Dad kam zu mir. „Brauchst du was?“ fragte er. „Kannst du mir einen Pfefferminztee kochen...?“ fragte ich verschlafen. Er nickte und verschwand. In dem Moment kam eine Nachricht von Cassy. „Wir beide kommen heute nich in die Schule... wahrscheinlich Grippe.“ Schrieb sie. Ich musste lachen. „Haha, ich auch.“ Schrieb ich zurück. Da kam auch schon eine Nachricht von Jack. „Ja...ich auch. Mir geht’s so dreckig...“ Jetzt musste ich erst recht lachen. „Danny kam zu mir. „Was ist los?“ fragte er. „Alle liegen flach mit Grippe.“ Sagte ich und öffnete schon den Chat mit Cassy. „...Und Jack auch, er hat’s mir grade geschrieben.“ Schrieb ich noch. „Haha, genial. Danny bleibt doch auch zu Hause, oder?“ fragte ich. „Ja, er bleibt heute einfach hier. Er hatte letzte Woche irgendwie auch sowas wie Grippe, aber nicht richtig. Nur einen Nachmittag lang und dann auch nur Fieber.“ Antwortete ich. „Na super, dann hat er uns alle angesteckt...“ schrieb sie. Es kam gleich ein lachender Smiley hinterher. Ich schickte einen zurück. Eine neue Nachricht von Jack. Danny setzte sich zu mir ans Bett. „Oh, Kyle hat mir geschrieben, dass die beiden auch nicht kommen...“ schrieb er. „Ich weiß.“ Gab ich zurück. „Ok, ich will nochmal ein bisschen Schlafen. Lass nachher Skypen.“ Schrieb ich. Er schickte eine Kusssmiley. Also nippte ich erst noch ein bisschen an dem Tee, den Dad mir brachte und kuschelte mich dann wieder in mein Bett.
Gegen Mittag wachte ich wieder auf. Ich schlurfte zum Schrank, holte eine Jogginghose, mein Pierce the Veil T-Shirt und eine College Jacke raus. Ich legte sie auf mein Bett und ging mir Unterwäsche ins Bad. Ich putzte mir die Zähne, wusch mir das Gesicht und zog mir die Unterwäsche an. Als ich wieder in mein Zimmer ging, kam Danny grade raus um ins Bad zu gehen. Er musterte mich und ging dann weiter. In meinem Zimmer zog ich mich an, bürstete meine Haare und machte mir einen unordentlichen Dutt. Ich hatte auch kein Interesse, meine Kontaktlinsen rein zu machen. Daher setzte ich einfach meine Brille auf. Ich checkte kurz ob Jack überhaupt wach war, dann nahm ich meinen Laptop, machte es mir mit meinem Tee in meinem Bett gemütlich und öffnete Skype. Jack musste erst mal mit dem Anblick einer Alexandra mit Brille klarkommen, dann redeten wir aber ewig. Cassy wollte sich in die Unterhaltung einklinken. Also nahmen wir sie auf. Schließlich kamen auch noch Kyle und Danny dazu. Also Skypten wir zu fünft. Irgendwann bekam Jack eine SMS. Er starrte ungläubig auf das Display. „Was ist los?“ fragte ich irgendwann. „Also... meine Schwester Sabrina will zu meiner Mum und mir ziehen. Also würden mein Bruder und meine andere Schwester mit meinem Vater in London bleiben und meine Schwester würde hier zu meiner Mutter und mir ziehen. Sie will morgen anreisen.“ Antwortete er. „Du hast Geschwister?“ fragte Danny. „Ja, eine große und eine kleine Schwester und einen kleinen Bruder. Sabrina ist meine große Schwester.“ Erklärte er. „Wir haben noch ein Zimmer frei und sie meint, dass sie es in London nicht mehr aushält, weil sie schließlich auch in den Staaten geboren ist und sie kommt nicht zu Hause klar. Also denkt sie, sie kann hier wohnen.“ Fügte er hinzu. „Und ist das so schlimm?“ fragte ich. „Nein, aber das kostet noch zusätzlich Geld und Aufwand. Sie hätte sich das ja auch gleich von vornerein überlegen können. Meine Mum fährt jetzt gleich los um Möbel zu kaufen, weil das schneller geht, als die alten hierher kommen zu lassen. Und dann will sie das Zimmer gleich noch streichen. Und ich kann ihr natürlich nicht helfen, weil ich ja krank sein muss...“ Wir skypten noch eine Weile. Dann las ich ein wenig. Ich aß heute sehr wenig. Lediglich zum Abendbrot Knäckebrot und Zwieback mit Bananenmatsch. Ich schlief sehr früh.
Gegen neun Uhr wachte ich wieder auf. Ich fühlte mich schon ein bisschen besser. Ich stand auf und ging zum Schrank. Meine Beine fühlten sich kraftlos an.  Mit frischer Unterwäsche ging ich ins Bad. Dort Duschte ich mich, putzte die Zähne und reinigte mein Gesicht. In meinem Zimmer cremte ich mich erstmal ein. Sowohl im Gesicht, als auch am ganzen Körper. Endlich fühlte ich mich wieder wie ein Mensch. Ich zog die gleichen Sachen wie gestern an. Dann föhnte ich mir die Haare. Schließlich glättete ich sie mir mal wieder. Ich hatte in letzter Zeit immer Locken getragen. Es sah ziemlich interessant aus, die Farbverläufe waren lustig vor allem mit den Strähnen. Schließlich entschied ich mich, mir doch etwas Vernünftiges anzuziehen. Also holte ich eine Leggins mit Azteken Muster und einen Grünen Strickpulli raus. Danach machte ich meine Kontaktlinsen rein und schminkte mich. Ich fuhr meinen PC hoch. Nebenbei malte ich das Mädchen weiter, was ich an dem Tag angefangen hatte, an dem Cassy und Kyle zum ersten Mal bei uns waren. Ich malte ihr einen Galaxy Pulli und eine normale schwarze Leggins. Ihre Haare malte ich so ähnlich wie meine und sie bekam weiße Sneakers. Ich deutete ein bisschen Make Up an. Schließlich entschloss ich mich dazu ihr noch einen Hund ‘zu Schenken‘. Ich bekam eine Skype Anfrage von Jack. Schnell richtete ich meine Haare ein bisschen und nahm an. Neben ihm war ein blondes Mädchen. „Hey Jack.“ Begrüßte ich ihn. „Hey Alexa, das ist meine Schwester Sabrina.“ Stellte er das Mädchen vor. „Hey, wie geht’s?“ fragte sie freundlich. „Hi, super und euch?“ sie war mir sympathisch, auch wenn sie nicht wie wir ist. „Uns geht’s super. Ich sehe, dass du wieder normal rumläufst.“ Sagte Jack lachend. „Was soll das den heißen? Fandest du mich gestern etwa hässlich, weil ich ungeschminkt war, meine Brille aufhatte, meine Haare zusammengebunden waren und ich Chill Klamotten anhatte?“ fragte ich gespielt empört. „Nein, du bist immer wunderschön, aber das war ich halt nicht gewohnt.“ Sagte Jack lachend. Ich lächelte. „Und, wie findest du es hier Sabrina?“ fragte ich sie. „Ja, es ist toll hier. Ich muss mich jetzt um Jack kümmern, weil er ja noch krank ist und Mum arbeiten muss und mein Zimmer ist auch voll hübsch. Ich finde es toll, dass das alles so schnell geklappt hat. Hätte ich nicht gedacht.“ Antwortete sie. „Freut mich, dass es dir hier gefällt, ich bin ja auch erst seit Anfang des Schuljahres hier.“ Meinte ich. Wir unterhielten uns. Heute fühlte ich mich schon etwas besser, aber gesund war ich auf keinen Fall ich aß nur Hühnersuppe oder Zwieback mit Bananenmatsch. Ich gönnte mir sogar eine Scheibe Knäckebrot.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen