Montag, 5. Mai 2014

Alexa Story - Kapitel 27



Es war soweit, ich flog mit meinem Onkel nach Florida. Das coole ist, er wohnt in Miami. Nachdem wir bei ihm angekommen waren gingen wir aber erst an den Strand. Da wollte ich unbedingt hin und mit einem frisch gestochenen Tattoo ist das so eine Sache, deswegen bekam ich erst morgen das Tattoo. Wir machten uns einen schönen Tag am Strand. Und abends grillten wir. Ich bekam Tofu Burger. Ich ging relativ früh schlafen und zwang mich, mich nicht zu übergeben. Ich hatte heute viele schöne Fotos geschossen. Einige Postete ich auch gleich.
Übrigens: Mit Jack war wieder alles ok. Ich musste ihm versprechen, zumindest zu versuchen damit aufzuhören und ich musste mir seine Rede anhören. Dann war wieder alles ok.
Heute war es soweit. Mein Onkel eröffnete das Tattoo Studio auch wieder, da er ja die ganze Zeit nicht da war. Ich war aber seine erste Kundin und er machte es sogar umsonst. Also ich hätte wohl auch bezahlt, aber er bestand drauf es umsonst zu machen. Also malte er erst die Schablone. Er klebte sie mir auf und somit war eigentlich alles bereit. „Brauchst du noch was? Vielleicht was zu trinken, oder soll ich Musik anmachen?“ fragte er. Ich nickte. „Ja Musik. Und vielleicht ein Glas Wasser.“ Sagte ich und lächelte Tapfer, denn jetzt bekam ich es mal wieder mit der Angst zu tun, aber glücklicherweise war es ja nur ein kleines Tattoo. Er brachte mir ein Glas Wasser. „Hast du Musik dabei?“ fragte er. Ich gab ihm mein Handy. Er schloss es an und ich machte die Musik an. Es war bisher nur ein Mann im Warteraum. Ich setzte mich wieder auf den Stuhl. Dann begann es. Es desinfizierte die Stelle nochmal großzügig.
Ach und noch was. Ich hatte von jeder Band nur noch ein Konzertbändchen am Arm. Jeweils das neueste. Das Tattoo ist aber an der rechten Seite, also am anderen Arm.
Dann ging es los. Ein stechen. Unangenehm, aber auszuhalten. „Das mit den Piercings, das hat doch bestimmt mehr wehgetan oder?“ fragte Austin. „Ach, nein, das ist eigentlich nicht viel anders gewesen vom Schmerz. Aber Schmerz vergeht ja, das ging bald weg.“ Meinte ich. „Ja, das hier geht auch bald vorbei. Geht’s denn?“ fragte er. „Ja, ist unangenehm, aber es geht.“ Meinte ich und griff mit meiner freien Hand mein Glas Wasser und trank einen Schluck. Mit der Zeit wurde es immer unangenehmer, aber dann war es vorbei. Zu ende. Austin war fertig und ich war begeistert. Es sah super aus. „Danke Austin, es sieht super aus!“ rief ich und umarmte ihn. „Kein Problem, für dich immer.“ Meinte er. Dann machte er erneut Desinfektion drauf und wickelte Frischhaltefolie drum, damit es geschützt ist. Dann durfte ich die ganze Zeit bei ihm im Studio bleiben. Es ist aber nicht nur ein Tattoo Studio. Er hat noch einen Kollegen, der ist Piercer. Er ist im Nebenraum. Also Prinzipiell ist es ein Tattoo und Piercing Studio, aber sie haben das Studio einfach für die Paar Tage geschlossen. Zuerst war ich bei Austin, dann durfte ich bei Max, seinem Kollegen, zugucken. Er war sehr freundlich zu mir. Ich schätzte ihn auf 25 oder so. Also zehn Jahre jünger als Austin. Er hatte natürlich, wie es sich für einen Piercer gehört, Piercings. Sein ganzer Arm war auch Tätowiert. „Darf ich währenddessen ein paar Fotos machen?“ fragte ich. „Wieso willst du Fotos machen?“ stellte er als Gegenfrage, lächelte mich aber an. „Mich interessiert das hier.“ Meinte ich. „Naja gut ok aber nur wenn die Kunden damit einverstanden sind.“ Sagte er und grinste mich an. Die meisten waren einverstanden. Also schoss ich einige Fotos. Dann war Mittagspause. Wir aßen Sandwiches und tranken Cola. Danach blieb ich noch zwei Stunden bei Max und ging danach wieder zu Austin und schoss auch da ein paar Fotos. Dann war auch schon wieder Abend und am nächsten Tag musste ich wieder nach Hause fliegen und diesmal allein aber ich hatte kein großes Problem damit.
Wir hatten schon abgemacht, dass ich in den Frühlingsferien zwei Wochen hier sein würde. Ich freute mich schon riesig darauf.
Jetzt musste ich aber erstmal zurück nach Kalifornien fliegen.
Im Flugzeug machte ich endlich mal ein Foto von den Wolken von oben. Das wollte ich wirklich jedes Mal machen, aber irgendwie habe ich es immer vergessen. Ich hatte einen Flug über Nacht, von daher konnte ich auch Fotos machen, wo man hell erleuchtete Städte sieht. Ich dachte nicht mal ans schlafen, die ‘Landschaft‘ unter mir faszinierte mich einfach zu sehr.
Am Flughafen wurde ich schon von Dad und Danny erwartet. Es war ungefähr ein Uhr morgens. Jack war zu Hause geblieben. Konnte ich ihm nicht verübeln, ich hätte nachts auch lieber geschlafen. Schon an dem Tag, als ich mein Tattoo bekommen hatte, hatte ich Fotos davon auf Facebook, Instagram etc. hochgeladen. Aber da war es erstens noch rot und zweitens war da noch die Frischhaltefolie drum. Heute dürfte ich die Folie dann endlich abmachen. Aber jetzt wollten Danny und Dad das Tattoo erstmal begutachten. Also musste ich mir das auch noch antun, aber ich war so müde. Trotzdem bereute ich es nicht, im Flugzeug nicht geschlafen zu haben. Wir fuhren nach Hause. Ich fiel förmlich ins Bett. Am nächsten Morgen wurde ich unsanft von meinem Handy geweckt. Also eigentlich von Jack, aber mein Handy machte die entscheidenden Geräusche. Es war ein Anruf von Jack. Ich musste erstmal meine Brille aufsetzten. „Hey Schatz...“ murmelte ich ganz verschlafen ins Telefon und warf einen Blick auf die Uhr. Halb elf. „Oh, habe ich dich geweckt?“ fragte er. „Nein, mein Handy...“ sagte ich und setzte mich auf. Ich kämpfte mit meiner Decke, weil ich sie im Schlaf irgendwie um meine Beine gewickelt hatte. „Naja, sorry, aber hast du Zeit? Ich will dich und dein Tattoo sehen.“ Erklärte er. Ich überlegte kurz. „Mhm...ja, aber erst in einer Stunde und dann muss ich mich schon beeilen, nur weil du es bist...“ sagte ich und rieb mir den Schlaf aus den Augen. Jack lachte. „Ich liebe diese brummelige, verschlafene Alexa.“ Meinte er. Jetzt musste ich auch lachen. „Na geht doch, dann also in einer Stunde bei mir? Oder soll ich zu dir kommen?“ fragte er. „Alter, komm mir nicht mit so tricky fragen ey... Ich bin grade erst aufgewacht...“ murmelte ich. „Komm zu mir, dann habe ich mehr Zeit...“ sagte ich dann aber. „Ok, dann bis später, ich liebe dich.“ Sagte Jack. „Ich liebe dich auch, Bye.“ Sagte ich und legte auf. Ich brauchte erstmal noch einen Moment um ganz wach zu werden. Dann kämpfte ich mich aus dem Bett. Ich schleppte mich ins Bad. Dort machte ich mich erstmal fertig. In meinem Zimmer zog ich mich an, schminkte mich etc. Das übliche halt. Grade als ich mir meinen Tee machte, klingelte es an der Tür. Ich machte auf. „Du bist zehn Minuten zu früh.“ Meinte ich. Jack lachte entschuldigend. „Tzja, ich konnte es einfach nicht mehr erwarten meine wunderschöne Freundin wieder in den Armen halten zu können.“ Meinte er mit seinem typischen, selbstsicheren Grinsen. Jetzt musste ich auch lachen. Ich umarmte ihn. Noch immer war ich vorsichtig was ich sagte und tat, denn ich wollte mich nicht nochmal mit ihm streiten, ich hatte dieses Gefühl gehasst. Er gab mir einen langen zärtlichen Kuss. „So und jetzt zeig mir dein Tattoo.“ Meinte er. „Komm mit, ich muss mir eben meinen Tee machen, dann zeige ich es dir.“ Sagte ich und zog ihn hinter mir her, in die Küche. Ich goss das Kochende Wasser in meine Tasse und wand mich wieder Jack zu.
„Bereit?“ fragte ich. „Klar, immer.“ Gab er als Antwort. Also hielt ich ihm meinen Arm hin. Er strich über das Tattoo. „Wow, dein Onkel Austin hat das wirklich gut hinbekommen.“ Meinte er und lächelte mich an. „Ja das hat er...Ich durfte die Folie heute Morgen abmachen.“ Erklärte ich. Er stand auf und gab mir einen Kuss...und noch einen und noch einen. Dabei drängte er mich immer mehr an den Küchentresen. Er packte mich an den Beinen und hob mich drauf. So saßen bzw. standen wir also küssend in der Küche. „Keinen Sex in der Küche! Zumindest solange ich anwesend bin...“ sagte Danny grinsend. Ich rollte grinsend meine Augen. „Nicht meine Schuld...“ meinte ich. Jack lachte. „Danke, dass du mich verrätst.“ Sagte er und drückte mir einen Kuss auf die Wange. Ich nahm meinen Tee und wir gingen nach oben. Wir lagen auf meinem Bett und er kraulte mich wieder hinterm Ohr. „Hey, ich fliege in den Frühlingsferien nach London...willst du vielleicht mit? Dann kann ich dir London zeigen.“ Flüsterte er mir irgendwann ins Ohr. Ich sah ihn an. „London...? Mhm...ich wollte schon immer mal nach London, da reden die Jungs so heiß...“ scherzte ich. „Aber ja, gerne, wenn mein Vater es erlaubt...warte mal...wann genau und wie lange? Ich fliege in den Frühlingsferien auch nochmal für zwei Wochen zu meinem Onkel nach Florida. Dann kann ich wieder den ganzen Tag mit ihm und Max im Studio abhängen und den beiden bei der Arbeit zusehen.“ Meinte ich. „In der letzten Woche für fünf Tage.“ Meinte Jack. Glücklicherweise haben wir dieses Jahr drei anstatt zwei Wochen Frühlingsferien, weil das Schuljahr so lang ist. „Ok, das passt, ich fliege die ersten beiden Wochen zu meinem Onkel.“ Sagte ich. Dann küssten wir uns erneut. Wir machten uns noch einen schönen Tag.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen