Montag, 5. Mai 2014

Alexa Story - Kapitel 20



Meine Bettwäsche hatte ich sofort in die Waschmaschine getan, damit niemand etwas mitbekam. Als ich im Waschraum war und mein Bettzeug in die Waschmaschine stopfte kam Danny rein. „Wieso wäscht du dein Bettzeug?“ fragte er. Normalerweise waschen wir alle zwei Wochen unsere Bettwäsche und ich habe erst letzte Woche neue draufgezogen. „Eh...ich hab Cola draufgekleckert.“ Meinte ich ausweichend. Danny lehnte sich gegen den Trockner und musterte mich grinsend. „Aha, ich verstehe.“ Meinte er und ich hätte ihm sein dummes grinsen am liebsten aus dem Gesicht gewischt. Ich stellte die Waschmaschine an. „Also nur damit ich das richtig verstehe...Jack war bei dir, ich habe stöhnen gehört, und mal ganz davon abgesehen, dass wir keine Cola im Haus haben, hast du einfach Cola auf deine Bettwäsche gekleckert?“ fragte er. Ich zuckte zusammen. „Was zur... wie...du hast...du hast stöhnen gehört?“ fragte ich schockiert. „Ja.“ Sagte er nur. Das weiße T-Shirt ließ ihn zusammen mit seinen schwarzen Haaren und der Schwarzen Jeans richtig blass aussehen. „Weißt du, du siehst heute irgendwie voll gut aus...“ meinte ich. „Ach komm, lenk nicht ab.“ Meinte er lachend. „Ich hab dich ganz eindeutig stöhnen gehört und ich meine auch Jack ab und an stöhnen gehört zu haben. Ich habe danach einfach mit Kopfhörern Musik gehört, weil ich mir das nicht antun wollte. Hattet ihr Sex oder nicht?“ fragte er grinsend. Nach kurzer Zeit grinste ich auch. Denn schließlich hatten wir ja keinen Sex. „Nö, eigentlich nicht.“ Meinte ich. Jetzt war ich diejenige die zufrieden grinste. Danny stockte. „Hä...aber...ich hab euch doch...wie meinst du das?“ fragte er. „Wir hatten keinen Sex, das schwöre ich dir.“ Meinte ich zufrieden. „Aber...was denn sonst?“ fragte er komplett verwirrt. „Petting. Wenn du nicht weißt was das ist, dann google es mal.“ Sagte ich und ließ Danny verwirrt im Waschraum stehen. „Essen!“ rief Dad. Ich hatte zwar Hunger, aber essen wollte ich nichts. Ich hatte mit Cassy eine Wette. Wer in zwei Wochen mehr Gewicht verliert. Eigentlich war damit gemeint auf gesunde Weise, aber das war mir egal. Die Wette ging schon seit neun Tagen. Also noch fünf Tage. „Ich habe keinen Hunger!“ rief ich. Dad akzeptierte es. In meinem Zimmer kam ich fast in die Versuchung ein wenig Schokolade zu Essen, aber ich schmiss sie gleich in den Müll, damit ich auf gar keinen Fall etwas essen würde. Ich bezog erst mein Bett neu und dann legte ich meine Yoga Matte auf den Boden. Darauf machte ich aber kein Yoga, das verbrennt zu wenig Kalorien. Ich machte mein Work out darauf. Ich machte viele Sachen, aber Hauptsächlich Crunches oder Crossover Crunches. Und wie immer galt die Devise: Wenn es sich anfühlt, als würdest du sterben, mache nochmal zehn. Irgendwann brach ich zusammen, weil ich einfach nicht mehr konnte. Ich lag schwer atmend auf dem Boden. Danny starrte von der Tür aus auf mich. „Meine Güte, du legst dich ja ins Zeug.“ Meinte er und kam zu mir. Er setzte sich neben mir auf den Boden. „Wie viele hast du jetzt gemacht? 150? 200?“ fragte er. „Um genau zu sein 223...“ meinte ich ganz außer Atem. „Alex, warum tust du dir das an? Das macht doch niemand der noch ganz bei Sinnen ist. Vor allem niemand, der das vorher nie regelmäßig gemacht hat.“ Meinte Danny. „Keine Sorge, ich habe mir Cassy nur eine Wette laufen, wer in zwei Wochen mehr Gewicht verliert. Also auf natürliche Weise versteht sich.“ Beruhigte ich ihn. „Auf natürliche Weise? Warum hast du dann eben kein Abendbrot gegessen?“ fragte er. „Weil ich einfach keinen Hunger hatte. Kennst du das nicht?“ Danny sah mich an. „Mhm...wahrscheinlich hast du Recht und wahrscheinlich steigere ich mich da grade nur zu viel rein. Mach lieber ein bisschen Yoga, das ist super im Anschluss, das macht zumindest Miranda immer.“ Meinte Danny.
Oh davon habe ich ja noch gar nichts erzählt. Miranda ist Dannys Freundin. Sie sind seit zwei Wochen zusammen. Komischerweise hatte ich nichts davon mitbekommen, dass sie sich trafen, wahrscheinlich, weil ich zu sehr mit mir und mit Jack zu tun hatte, aber wie dem auch sei.
„Ich habe mir im Internet kleine Hanteln bestellt, dann kann ich ein noch besseres Work out machen.“ Sagte ich. „Na dann mal viel Spaß.“ Meinte Danny. Er ging auch wieder. Ich machte wirklich im Anschluss noch ein wenig Yoga. Am Anfang der zwei Wochen hatte ich 67 Kilo gewogen. Jetzt wog ich nur noch 62, aber das war mir trotzdem noch zu viel. Ich schaute auf die Uhr. Erst halb neun. Mir war nach ein wenig Jogging. Also zog ich mir meine Laufschuhe an und meldete mich bei Dad ab, sodass er sich keine Sorgen machen musste, wo ich bin. Ich lief fast eine ganze Stunde lang, dann konnte ich wirklich nicht mehr, aber es interessierte mich nicht so doll, ich lief einfach weiter, egal wie sehr meine Beine schmerzten und meine Lungen brannten. Nach einer weiteren Meile gab ich auf. Ich ging wieder nach Hause. Dort duschte ich mich erstmal gründlich, damit ich mich etwas wohler fühlte. Ich trank die ganze Zeit nur Wasser. Mein Magen knurrte schon fürchterlich, aber ich ging einfach schlafen. Komischerweise konnte ich auch sehr gut schlafen, trotz des Hungers.
Als ich am nächsten Morgen wieder aufwachte hatte ich starke Bauchschmerzen, weil ich ja seit gestern nichts mehr gegessen hatte. Ich aß aber lediglich ein Brötchen mit Frischkäse und Tomatenscheiben drauf. Meinem Magen ging es schnell besser. Ich machte in meinem Zimmer noch ein paar Sit-Ups, dann zeichnete ich seit langem mal wieder. Ich wollte mein Zimmer mit ein paar Zeichnungen verschönern. Dieses Mal zeichnete ich ein Schloss. Es sah ein wenig wie das Disney Schloss aus. Ich saß ewig daran und war mit dem Ergebnis auch sehr zufrieden. Danach hatten wir Bandprobe. Wir hatten einen neuen Song geschrieben und wir coverten auch noch „Remembering Sunday“. Unser Song heißt „At home in the Clouds“.
Am Ende der zwei Wochen wog ich nur noch 59 Kilo. Und ich war nicht stolz auf den Weg, wie ich dahin gekommen. Ich hatte so gut wie nichts gegessen und mir auch ein paar Mal den Finger in den Hals gesteckt. Aber immerhin wiege ich nur noch 59 Kilo und bin somit nur noch 4 Kilo von meinem Wunschgewicht weg. Cassy war von 70 Kilo auf 64 Kilo gekommen. Sie hatte also sechs Kilo abgenommen, ich acht. Wir waren beide zufrieden. Und anstandshalber gingen wir ein Eis essen. Morgen müssten wir wieder zum Arzt. Ich würde endlich meine letzte Spritze bekommen und somit dürfte ich dann auch Sex haben, wenn ich es wollte.
Mein Arm tat wieder verdammt weh und auch Cassy schein es nicht besser zu gehen. Wir chillten bei ihr zu Hause auf dem Bett und ich versuchte mich darauf zu konzentrieren, keinen Hunger zu haben. Mein Magen knurrte. „Willst du wirklich nichts essen?“ fragte Cassy. „Nein, ich habe wirklich keinen Hunger, keine Ahnung wieso mein Magen knurrt.“ Log ich. Sie musterte mich, nickte dann aber. Wir unterhielten uns noch einige Zeit. Irgendwann fuhr ich nach Hause.
Dort zeichnete ich wieder. Diesmal einen Raum. Es war ein Schlafzimmer. Ich zeichnete es so, wie ich es gerne haben wollte. Dann entschloss ich mich, mir ein bisschen Deko für mein Zimmer zu machen und meine Schminksachen auszusortieren und aufzuräumen. Ich musste so einiges wegwerfen, danach hatte ich aber auch Platz für neues. Morgen nach der Schule muss ich mir unbedingt neues kaufen. Aber jetzt wollte ich erstmal meine Aufbewahrung für meine Schminkpinsel verschönern. Da mein Zimmer ja in Weiß und Gold gehalten ist musste ich es die Dose irgendwie Gold bekommen. Ich ging also in den Schuppen. Glücklicherweise fand ich, wonach ich gesucht hatte. Eine Dose Goldspray. Ich holte meine Dose für die Pinsel von oben und sprühte sie an. Sah gut aus. Auch einige Kisten für mein Make Up sprühte ich an. Danach ließ ich sie draußen stehen, damit sie trocknen können. Ich telefonierte noch mit Cassy und danach machten Danny und ich uns einen schönen DVD Abend. Wir guckten „How I met your Mother“.

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